Lokalsport: SVS peilt als Neuling einen Spitzenplatz an

Lokalsport : SVS peilt als Neuling einen Spitzenplatz an

Handball: Die Zuversicht ist beim Landesliga-Aufsteiger vor dem Saisonstart groß. Dafür sorgen auch die guten Ergebnisse in den Testspielen. Ein Trumpf ist, dass die Mannschaft auf allen Positionen doppelt besetzt ist.

Trainer Thomas Keysers muss lange überlegen, wann er zuletzt ein Pflichtspiel mit dem SV Schermbeck verloren hat. Seine Mannschaft rauschte in der vergangenen Spielzeit durch die Handball-Bezirksliga. Sie gewann 21 von 22 Begegnungen, gab nur einen Punkt ab und stieg souverän in die Landesliga auf. "Doch", sagt der Schermbecker Coach schließlich, "in der Vorbereitung haben wir gegen den SV Westerholt verloren."

Das aber war ein erstes Testspiel, zudem gegen einen klassenhöheren Verbandsligisten. Und in jener Partie, die mit 27:30 verloren wurde, sah der SVS alles andere als schlecht aus. Im Gegenteil: Er deutete dort bereits an, was sich bei den weiteren Begegnungen bestätigte. Der Landesliga-Rückkehrer hat an Qualität zugelegt und scheint stärker als in der vergangenen Saison zu sein. "Ich gehe davon aus", so Keysers, "dass wir auch in der Landesliga oben mitspielen werden."

Selbstbewusste Töne aus Schermbeck vor dem Saisonstart am nächsten Samstag, 17.45 Uhr, mit dem Spiel bei der HSG Rot-Weiß Oberhausen TV II. Keysers hat gute Gründe für so viel Zuversicht. Zum einen ist der Kader nahezu beisammengeblieben. Zum anderen kamen zwei Verstärkungen, die in Schermbeck bestens bekannt sind. In Torhüter Niklas Bell und Rückraumspieler Frederik Bell, der bereits seit dem Winter wieder da ist, aber lange verletzt fehlte, kehrten zwei ehemalige SVS-Akteure an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Beide waren schon zu Verbandsliga-Zeiten dabei und spielten zuletzt beim Oberligisten MTV Dinslaken. "Dass wir jetzt noch variabler geworden ist, haben schon die Testspiele gezeigt", sagt Keysers, der zuletzt verstärkt an Laufwegen und der Abstimmung im Kollektiv arbeitete.

Ebenfalls neu im Kader ist Gerrit Kempken, der in der vergangenen Saison noch in der zweiten Mannschaft aktiv war. Henning Wessels wird seinen Platz dort einnehmen, während Christopher Timmermann und Sven Felisiak schon vor Monaten angekündigt hatten, nach der Aufstiegssaison aufhören zu wollen. Zudem laufen einige SVS-Akteure mit Zweitspielrecht in der Jugend der JSG Hiesfeld/Aldenrade auf, die in der Regionalliga um Punkte kämpft. Einer von ihnen ist der 16-jährige Linksaußen Adrian Döhmer, den der SVS im Sommer zurückholte und der in der Vorbereitung schon Spielanteile in der Landesliga-Mannschaft erhielt. "Wir wollen ihn behutsam bei uns integrieren", sagt Keysers. Döhmer passt auch bestens in das Konzept der Schermbecker. "Wir holen keine Leute für Geld und wollen nicht um jeden Preis eine Liga hinauf", sagt der Trainer.

Die Aussichten sind dennoch glänzend. Auf dem Weg zu einem möglichen zweiten Aufstieg in Serie ist das Team auf sämtlichen Positionen doppelt besetzt. "Das hat uns schon in der abgelaufenen Spielzeit die nötige Konstanz gegeben", so der Coach. Zudem sind die großgewachsenen Rückraumspieler in der Lage, jede Deckung zu überwinden. "Im Rückraum sind wir besser als fast alle Mitbewerber", sagt Keysers. Als größte Konkurrenten nennt er dem HC TV Rhede und den TV Borken.

Einziges Manko ist aus Keysers Sicht der noch geringe Zuschauerzuspruch. "Es wird aber immer besser", sagt der Übungsleiter mit Blick auf die Heimpremiere am Samstag, 23. September, wenn der SVS den HC TV Rhede empfängt.

(RP)