Lokalsport: SVS greift wieder ins Geschehen ein

Lokalsport: SVS greift wieder ins Geschehen ein

Fußball: Der Westfalenligist, der auf Platz vier steht, hat sich in den vergangenen Wochen intensiv auf den Start in die restliche Rückrunde vorbereitet. Am Sonntag steht das Heimspiel gegen den Tabellenneunten SV Spexard auf dem Plan.

Die Ungeduld war in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen, doch am Sonntag ist es soweit. Im Heimspiel gegen den SV Spexard um 15.15 Uhr geht es für den Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck wieder um Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

Die Kicker brennen exakt zehn Wochen nach Beginn der Winterpause auf ihren Einsatz, um in den ausstehenden 13 Saisonspielen bis zum Sommer noch einmal im Kampf um den Aufstieg einzugreifen. "Die Winterpause war diesmal wirklich extrem lang", sagt auch Thomas Falkowski, Trainer der Rot-Weißen. "Endlich geht es wieder los."

Nicht weniger als acht Testspiele haben die Schermbecker in den vergangenen fünf Wochen absolviert, um sich auf die zweite Saisonphase vorzubereiten. Wo genau sein Team derzeit steht, weiß Falkowski allerdings nicht so genau. Kranke, Verletzte und die Unwägbarkeiten des Wetters führten dazu, dass die Vorbereitung nicht unter optimalen Bedingungen abgespult werden konnte. Gegen zahlreiche klassenhöhere Gegner konnte der Coach dennoch viel probieren, wobei am Ende der 1:0-Sieg gegen den Landesligisten PSV Wesel das einzige Erfolgserlebnis in der pflichtspiellosen Zeit blieb. "Dass wir nur eine Begegnung gewinnen konnten, sehe ich nicht negativ", so Falkowski, der die Testphase nicht überbewerten will. Sein Fazit lautet dennoch: "Da fehlt noch was."

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Dass er nur verhalten optimistisch auf das Auftaktmatch gegen die Ostwestfalen aus der Nähe von Gütersloh blickt, hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist es das üppige ärztliche Bulletin des SVS, das ihm Sorgen bereitet. Mit Evans Ankomah-Kissi (Beckenschiefstand), Maik Habitz (Schambeinentzündung) und Kevin Mule-Ewald (Kapselverletzung) fehlt nahezu die komplette etatmäßige Innenverteidigung des SVS. Auch Keeper Benjamin Carpentier (Muskelfaserriss), Raphael Niehoff (Sprungelenksbruch) und Kilian Niewerth (Schrauben in Schulter entfernt) werden nicht zur Verfügung stehen. Und zu allem Überfluss meldeten sich unter der Woche Nikolai Zugcic und Marc Schröter grippe-erkrankt ab. "Da bleiben nicht mehr viele", sagt Falkowski nicht ohne Galgenhumor. "Aber wir werden nicht ins Jammern verfallen."

Zum anderen ist der SV Spexard so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Westfalenliga. Vier Siege in Folge, unter anderem gegen Vreden und gegen Neuenkirchen, haben das Team nach dem Trainerwechsel aus der Abstiegszone ins gesicherte Mittelfeld gespült.

Falkowski erwartet einen aggressiven, zweikampfstarken Kontrahenten, der seinem Team vor allem in kämpferischer Hinsicht alles abverlangen wird. "Wir werden eine deutlich höhere Laufbereitschaft an den Tag legen müssen als in den Testspielen", sagt er. Ungeachtet all dessen fordert er von seinen Spielern einen Sieg zum Wiederbeginn. "Wenn wir den Blick noch einmal nach oben richten wollen, dann ist am Sonntag ein Sieg Pflicht." Deshalb will er bis zum Anpfiff noch "weiter tüfteln, um ein Team zu stellen, dass die Partie gewinnen kann."

(RP)
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