Lokalsport: SVS erledigt seine Pflichtaufgabe

Lokalsport : SVS erledigt seine Pflichtaufgabe

Fußball: Der Westfalenligist gewinnt sein Heimspiel gegen die SpVg. Beckum deutlich mit 5:0. Damit verteidigt die Mannschaft den zweiten Tabellenplatz. Die nächste Partie entscheidet über den Einzug in die Relegation.

Das Telefon blieb still. Ehefrau Britta und die zweite, kurz vor der Geburt stehende Tochter Tilda gönnten Thomas Falkowski einen ruhigen Nachmittag am Waldsportplatz. Dass der Tag sogar entspannt für den Trainer des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck werden sollte, dafür sorgten seine Spieler.

Der um den Aufstieg kämpfende Tabellenzweite verteidigte den Relegationsplatz durch einen nie gefährdeten 5:0 (1:0)-Heimsieg gegen die SpVg. Beckum. Allein Preußen Münster II, ein Zähler schlechter als der SVS, befindet sich vor dem letzten Spieltag noch im Rennen. Die Schermbecker müssen dann zum Tabellenvorletzten VfB Fichte Bielefeld, während Preußen II beim Schermbecker Pfingstmontag-Gegner aus Beckum antritt, der auch noch gegen den Abstieg punkten muss.

In Schermbeck trafen das zweit- und drittbeste Team der Rückrunde aufeinander. Dass der Gast aus Beckum die bis gestern drittstärkste Mannschaft stellte, war während der 90 Minuten nicht einmal ansatzweise zu erkennen. Die Schermbecker beherrschten von Beginn an das Geschehen am Waldsportplatz. Bezeichnend war, dass Beckum erst nach 67 Minuten so etwas wie eine Chance kreierte. SVS-Keeper Tim Krückemeier war bis dahin beschäftigungslos. "Wir sind sehr dominant aufgetreten und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen", sagte Thomas Falkowski. Große Möglichkeiten sah der SVS-Trainer allerdings über weite Strecken der ersten Hälfte nicht. Auf dem harten, kaum noch grünen Untergrund versuchte es der Gastgeber zunächst aus der Distanz durch Kevin Rudolph (14./16.), Benedikt Helling (21.) und Kilian Niewerth (28.). Sie zielten aber noch zu ungenau.

Einen Freistoß von Marc Schröter, den Beckums Keeper nur abklatschen konnte, setzte Patrick Rudolph im Nachschuss aus vier Metern neben das Tor (31.). Das war aber gleichzeitig so etwas wie eine Initialzündung. Der starke Marc Schröter war auch Vorbereiter des 1:0 durch Dominik Milaszewski, der nur noch einzuschieben brauchte (38.). Die Hochkaräter mehrten sich, aber Kilian Niewerth verpasste das 2:0 gleich zweimal (33./41.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SVS zunächst dominant. Nur 180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff gelang Patrick Rudolph das 2:0 mit einem Sonntagsschuss aus 22 Metern. Der Gast kam kaum noch zum Luft holen, Klimczok (55.), Niewerth (62.) und Schröter (62./66.) verpassten die endgültige Entscheidung. Danach folgte die Phase, die Falkowski nicht gefallen konnte. "Wir sind fahrig und unkonzentriert geworden", sagte er. Beckum schlug daraus jedoch kein Kapital. Und als der SV Schermbeck wieder einen Gang zulegte, erhöhten Schröter (75.), Milaszewski (85.) und der eingewechselte Dennis Grodzik (87.) zu dem auch in der Höhe verdienten Heimsieg.

Nun fehlt noch ein Erfolg auf dem Weg zum Relegationsspiel. In der Gruppe 2 der Westfalenliga kommen mit YEG Hassel und DSC Wanne-Eickel nur noch zwei Teams als Gegner infrage. Die Spvgg. Erkenschwick patzte gegen Sinsen (2:4).

(RP)
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