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Fußball: SVS bricht beim 1:4 auseinander

Fußball : SVS bricht beim 1:4 auseinander

Der SV Schermbeck steckt nach der Heimniederlage gegen TuS Heven im Tabellenkeller der Fußball-Oberliga fest. Der Gastgeber kassiert alle vier Gegentreffer in der letzten halben Stunde. Die ehemaligen SVS-Akteure Tim Dosedal und Volkan Kiral leiten zu allem Überfluss die Niederlage ein.

Martin Stroetzel stand regungslos am Spielfeldrand und starrte in die Ferne. Der Trainer des SV Schermbeck hatte an der gestrigen 1:4 (0:0)-Heimpleite gegen die TuS Heven schwer zu knabbern. Mittlerweile liegt der SVS in der Fußball-Oberliga Westfalen nur drei Punkte vor den Abstiegsrängen. In den vergangenen fünf Partien holte das Team lediglich zwei Punkte und kassierten dabei 14 Gegentore. So kann das Ziel – ein Platz im gesicherten Mittelfeld – nicht erreicht werden. "Es ist schon Wahnsinn, wie fahrlässig wir agieren. Die Mannschaft ist einfach unselbstständig", schimpfte Stroetzel nach dem Abpfiff.

Gegentor zum 1:1 der Knackpunkt

Dabei kontrollierte der Gastgeber die Partie bis zur 60. Minute und lag durch ein Eigentor von Hevens Mark Heinrich (47.) mit 1:0 in Führung. Doch in der Folge verstanden es die Schermbecker nicht, die Lücken in der Defensive des Gegners zu nutzen. Stattdessen foulte Florian Gerding den ehemaligen SVS-Akteur Tim Dosedal im eigenen Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Volkan Kiral (63.), ebenfalls früher für den SVS aktiv, zum 1:1. Dies war der Knackpunkt im Spiel. Der SVS war anschließend nicht wieder zu erkennen.

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Das Team agierte nun unsicher, produzierte viele leichte Ballverluste. Zudem erlaubte sich die bis dato sattelfeste Abwehr fatale Stellungsfehler. Das nutzte der TuS Heven zum 2:1 durch Tim Dosedal (71.). Nur neun Minuten später gingen Florian Gerding und Kilian Niewerth gegen Maik Knapp nicht entschlossen genug zu Werke. Der Angreifer der Gäste bedankte sich mit dem Tor zum 3:1. "Mittlerweile bekommen wir ein Gegentor und brechen dann völlig zusammen", haderte Stroetzel. Bis auf harmlose Distanzschüsse lief beim Gastgeber nicht mehr viel zusammen.

Hilflosigkeit beim Trainer

In der 88. Minute besorgte David Nyenhuis mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel den 4:1-Endstand. Martin Stroetzel war anschließend fassungslos: "Wenn wir nach den Seitenwechseln von der Trainerbank keinen direkten Kontakt mehr zu unserer Defensive haben, schaffen die Jungs nichts mehr. Das kann nicht wahr sein."

SV Schermbeck: Öztürk - Lupitu, Ouattara, Ankomah-Kissi, Gerding (82. Aripek), Sadek, Zaskoku, Niewerth, Klimczok, Frost (82. Mar), Ouro-Akpo.

(tpi)