Handball: Sven Esser kehrt als Trainer zur HSG zurück

Handball : Sven Esser kehrt als Trainer zur HSG zurück

Der 35-Jährige wird beim Handball-Verbandsligisten HSG Wesel nach der Saison der Nachfolger von Christian Pannen, der als Spieler bleibt.

Die HSG Wesel hat die Trainerfrage schnell geklärt. Ein alter Bekannter tritt beim Verbandsligisten die Nachfolge des Trainerduos Christian Pannen/Michael Kessel an, das am Saisonende aus privaten und beruflichen Gründen aufhört. Sven Esser kehrt als Coach zur Handball-Spiel-Gemeinschaft zurück, für die er schon einige Jahre als Übungsleiter gearbeitet hat. Das teilte HSG-Geschäftsführer Michael Hillig am Mittwoch mit. "Diese Lösung bot sich einfach an. Sven Esser kennt den Verein in- und auswendig und hat auch schnell zugesagt. Deshalb mussten wir den Markt erst gar nicht großartig sondieren", sagte Hillig. Der 35-Jährige Esser war von 2003 bis 2009 schon einmal Coach der HSG Wesel. Er schaffte damals mit der Mannschaft den Sprung in die Verbandsliga, aus der sie nach zwei Jahren wieder absteigen musste. Derzeit ist Esser Coach des TV Walsum-Aldenrade, Vorletzter in der Landesliga.

"Ich freue mich darauf, wieder Trainer bei der HSG Wesel zu sein. Das ist der Verein, in dem ich groß geworden bin und der mir am Herzen liegt", sagte Esser. Er kann sich vorstellen, sich auch über den Job als Coach hinaus bei der HSG zu engagieren. Esser gehört ohnehin schon zum Organisationsteam bei den Beachhandball-Turnieren des Vereins. Er hat neben der ersten Mannschaft schon weitere Teams der Spiel-Gemeinschaft trainiert.

2009 wechselte er von der HSG zum Verbandsligisten TV Ratingen, bei dem er bis zu seiner Entlassung im vergangenen Jahr arbeitete. Seit dieser Saison sitzt der 35-Jährige beim TV Walsum-Aldenrade auf der Bank. "Es ist zwar normalerweise nicht meine Art, einen Verein nach nur einer Spielzeit schon wieder zu verlassen. Doch als Michael Hillig gefragt hat, ob ich als Trainer zur HSG Wesel zurückkehren würde, musste ich nicht lange überlegen", sagte Esser.

Er war am Dienstagabend schon einmal beim Training seiner künftigen Mannschaft. Großartig vorstellen musste sich Esser, der in dieser Saison einige Partien der HSG gesehen hat, nicht. "Ich kenne viele Spieler noch, weil ich sie früher entweder in der ersten Mannschaft oder in der Jugend trainiert habe", meinte Sven Esser. Er hofft, dass es dem Verein gelingt, die Akteure des aktuellen Kaders zu halten. Die Chancen stehen nicht schlecht. "Die meisten Spieler haben mir signalisiert, dass sie bleiben wollen. Nur Klaus Buil und Toran Knapinski wissen aus beruflichen Gründen noch nicht, ob sie in Wesel bleiben werden", sagte Geschäftsführer Michael Hillig.

Christian Pannen wird auf jeden Fall weiter für die HSG Wesel auflaufen. Er bezeichnete es "als gute Lösung", dass Sven Esser sein Nachfolger wird. "Er kennt viele Spieler und die Gepflogenheiten im Verein bestens. Und er wird in Ratingen und Walsum-Aldenrade sicherlich wichtige Erfahrungen gesammelt haben", sagte Pannen. Esser bestätigte es. "Es war wichtig für meine Entwicklung als Trainer, einmal bei anderen Clubs gearbeitet zu haben. Vor allem die drei Jahre in Ratingen, wo ich das Umfeld überhaupt nicht kannte, haben mich extrem nach vorne gebracht", sagte Esser.

(RP/ac)
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