Lokalsport: SV Vrasselt setzt im Abstiegskampf auf seine Rückkehrer

Lokalsport : SV Vrasselt setzt im Abstiegskampf auf seine Rückkehrer

Hinter dem Fußball-Bezirksligisten liegt ein Seuchenjahr mit viel Verletzungspech. Jetzt sind wichtige Spieler wieder fit.

Zum Jahreswechsel 2016/17 überwinterte der SV Vrasselt als Tabellenerster der Fußball-Bezirksliga. Ein Jahr später sieht das ganz anders aus. In dieser Winterpause steht die Mannschaft gerade noch einen Rang vor dem Relegationsplatz. Dazwischen liegen zwölf Monate, die mit Fug und Recht als Seuchenjahr bezeichnet werden können. "Wir hatten immer wieder Ausfälle, die wir dann irgendwann nicht mehr kompensieren konnten", sagt Coach Sascha Brouwer. Bezeichnend ist die Krankenakte Fabian Berntsen.

Der Youngster zog sich im vergangenen März in einem A-Jugend-Spiel eine Fleischwunde an der Fußsohle zu. Ein paar Wochen, vielleicht anderthalb Monate, lautete die erste Einschätzung zur möglichen Pause. "Die Erstbehandlung war mangelhaft", sagt Brouwer, der auf seinen talentierten Mittelfeldspieler das komplette restliche Jahr verzichten musste.

Doch jetzt gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer. Berntsen ist in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Dort bereitet sich auch Mathias Pfände auf eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte vor. Der 36-jährige Torjäger, der früher auch für den SV Schermbeck stürmte, war gegen Ende der Hinrunde reaktiviert worden und soll dafür sorgen, dass die Mission Klassenerhalt zu einem guten Ende geführt wird. Allerdings könnte es im Kader auch einen Abgang geben. Maveric Hülsmann schaut sich offenbar momentan nach einem anderen Verein um. "Er ist mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden", sagte Sascha Brouwer. "Wir müssen jetzt abwarten, wie es weitergeht." Der 22-jährige Angreifer hat bei seinen bisher elf Einsätzen sechs Treffer erzielt.

Oberstes Ziel für die ersten Spiele nach der Winterpause ist es zu punkten - egal, wie. Mit 17 Zählern steht der SV Vrasselt nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf dem Relegationsplatz. Die Fieberkurve der Mannschaft wünscht sich kein Broker für seine Aktien: Sie geht steil nach unten. "Aber immerhin war zuletzt ein sehr leichter Aufwärtstrend erkennbar", sagt Brouwer, der zugibt, dass "gerade bei der Niederlagenserie eine Verunsicherung bei den Spielern deutlich zu spüren war".

Deshalb hat es für ihn auch Priorität, dass insgesamt "mehr Sicherheit ins Spiel kommt". Damit dieses Ziel erreicht werden kann, ist der Coach froh, dass neben Mathias Pfände weitere Führungsspieler in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen werden. So ist auch Abwehr-Routinier Benjamin van Niersen wieder ins Training eingestiegen. Luca Pollmann, der zum Trainingsauftakt wegen einer Erkältung fehlte, hat seine Verletzungsprobleme überwunden und soll in der Rückrunde mit seinem Torwartspiel Sicherheit ausstrahlen. "Wir haben auch in der Hinrunde phasenweise guten Fußball gespielt, aber es fehlte die Konstanz", sagt Brouwer.

(tt)
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