Lokalsport: SV Spellen ab August auf Kunstrasen

Lokalsport : SV Spellen ab August auf Kunstrasen

Der Verein erweitert seine Platzanlage und verzichtet in Zukunft auf seinen Ascheplatz. Auch diese Investition ist solide finanziert. Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann nennt den Bau "die Fortsetzung einer Erfolgsstory".

Das Wetter passte zur Stimmung. Der Vorsitzende des SV Spellen, Joachim Kaßelmann, begrüßte gestern zum Spatenstich des Kunstrasengroßspielfeldes auf der schmucken Anlage am Groelberg rund 25 Gäste mit guter Laune. "Was vor vier Jahren noch in weiter Ferne war, ist nun in greifbar", startete Kaßelmann seine Rede.

Vor diesen vier Jahren wurde in Spellen das Kleinspielfeld errichtet. Nun wird der vorhandene Platz auf der alten Asche zu einem Großspielfeld erweitert. Nach ungefähr sieben Wochen Bauzeit soll der Kunstrasen fertig sein, so dass Anfang August der Spielbetrieb auf der neuen Fläche aufgenommen werden kann.In den letzten Jahren hat der SVS 1,1 Millionen Euro in seine Platzanlage investiert und es dabei immer geschafft, die Investitionen solide zu finanzieren. "Wir dürfen nicht immer nach der Kommune rufen", mahnte Kaßelmann, der sich auf Spenden der Mitglieder und Sponsoren verlassen kann und dem auch seine vorausschauende Vorstandsarbeit zu Gute kommt.

"Das ist auch für die Stadt ein schöner Termin und die Fortsetzung einer Erfolgsstory", sagte Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann und lobte Kaßelmann als verantwortlich handelnden Vorstand, der die nachhaltige Entwicklung immer im Blick hat." Die Stadt könnte die Anlage alleine nicht finanzieren. Die Mittel des Bundes werden immer weniger. "Ich bin froh, dass der Verein die sichere Finanzierung nachweisen kann", wies Haarmann auch auf die Schwierigkeit hin, ein solches Projekt überhaupt auf die Beine zu stellen. "Kunstrasen ist die Zukunft. Aber Fußball ist nicht das einzige, die anderen Sparten sollen auch nicht zu kurz kommen", fügte der Bürgermeister an.

Stadtsportverbandsvorsitzender Dieter Ellerbrock zitierte Erich Kästner: "Es gibt nicht Gutes, außer man tut es." In dieser Hinsicht ist der SV Spellen sehr gut aufgestellt, da sich in den letzten Jahren einiges auf der Anlage getan hat und nun die nächste Maßnahme ansteht.

"Samstags können acht Spiele gleichzeitig auf Kleinfeldern stattfinden", hebt Kaßelmann die neuen Möglichkeiten hervor. Die zurzeit 22 Fußballmannschaften des Vereins sollen mittelfristig auf 25 aufgestockt werden. Vor allem im Mädchen- und Frauenfußballbereich soll sich etwas tun. Auch die erste Herrenmannschaft soll wieder bessere Zeiten erleben. "Wenn wir in vier Jahren unser 100-jähriges Bestehen feiern, muss die ,Erste' Bezirksliga spielen", sagt Kaßelmann bestimmt. Die Anlage wäre dem würdig.

(pst)
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