Lokalsport: SV Schermbeck will sich ins Ziel retten

Lokalsport: SV Schermbeck will sich ins Ziel retten

Fußball: Der Westfalenligist ist am Montag zu Hause gefordert. Zu Gast ist die SpVg. Beckum. Der Aufstiegskandidat rechnet sich gute Chancen aus, den Relegationsplatz zu verteidigen. Seit acht Partien ist der SVS ungeschlagen.

Zwei aus sieben - so lautet die Formel in den beiden Fußball-Westfalenligen. Nur noch zwei Spieltage sind zu absolvieren, doch gleich sieben Teams kämpfen in den zwei Gruppen um den begehrten Tabellenplatz zwei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Oberliga Westfalen berechtigt.

Derzeit die besten Chancen weist der SV Schermbeck auf, der am vergangenen Sonntag durch das späte 2:0 bei Preußen Münster II auf eben diesen zweiten Rang geklettert ist. Diesen will die Mannschaft von Trainer Thomas Falkowski im Heimspiel am Montag um 15 Uhr gegen den Tabellendreizehnten SpVg. Beckum unbedingt verteidigen. "Das wird eine mega schwere Aufgabe und das schwierigste Spiel der vergangenen Wochen", sagt der SVS-Coach. Mit Beckum kommt das hinter den Schermbeckern drittbeste Rückrundenteam, das trotzdem noch um den Klassenerhalt zittern muss.

Dass der zweite Tabellenplatz überhaupt einen sportlichen Wert besitzt, haben die Westfalenligisten Arminia Bielefeld zu verdanken. Die Ostwestfalen ziehen zur neuen Saison ihre zweite Mannschaft aus der Oberliga Westfalen zurück. Bereits während der laufenden Spielzeit meldeten sich der TSV Marl-Hüls und SC Hassel ab. Damit wird ein dritter Platz für die Westfalenligisten frei. Neben dem SV Schermbeck, der einen Zähler Vorsprung auf die Verfolger Preußen Münster II und SpVgg. Vreden sowie drei auf TuS Hiltrup aufweist, kommen in der Gruppe 2 die drei punktgleichen Teams YEG Hassel, DSC Wanne-Eickel und Spvgg. Erkenschwick für den Relegationsplatz infrage. Das Relegationsspiel soll am 31. Mai stattfinden, der Austragungsort steht noch nicht fest.

Bei aller Freude über den Sprung auf Rang zwei weiß auch Thomas Falkowski, dass in den ausstehenden 180 Minuten - Montag gegen Beckum, am 27. Mai beim Vorletzten Fichte Bielefeld - noch viel passieren kann.

  • Lokalsport : SVS erledigt seine Pflichtaufgabe

"Auch wenn wir jetzt die Gejagten sind, den zweiten Platz wollen wir nicht mehr abgeben", sagt der SVS-Trainer. Dabei hofft er auch auf Unterstützung von außen. "Die Mannschaft hat es sich verdient, dass mal mehr Zuschauer kommen", sagt der 35-Jährige.

Seit mittlerweile acht Begegnungen haben die Schermbecker den Platz nicht mehr als Verlierer verlassen und nach dem verpatzten Rückrundenstart eine kaum noch für möglich gehaltene Aufholjagd gestartet. "Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen", sagt Falkowski. In den vergangenen Wochen sei das Team auch "richtig zusammengewachsen". Bester Beleg dafür waren die Jubelszenen aller Fußballer, auch der nicht berücksichtigten, nach den beiden späten Treffer am Sonntag beim bisherigen Tabellenzweiten Preußen Münster II. Gegen die SpVg. Beckum erwartet der Coach ein Kampfspiel. "Das wird wohl nicht besonders schön", sagt er.

Auf die Langzeitverletzten Benjamin Carpentier und Evans Ankomah-Kissi kann der SVS weiterhin nicht zurückgreifen. Marcel Titz (beruflich verhindert) und Dorian Weber, der sich nach einem neuen Verein umsieht, fehlen ebenfalls. Patrick Rudolph kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück, Dominik Milaszewski (Knieprobleme) beißt auf die Zähne. Die ehemals Langzeitverletzten Raphael Niehoff, Kevin Mule-Ewald und Maik Habitz gehören wieder zum Kader.

(RP)
Mehr von RP ONLINE