Lokalsport: SV Schermbeck will seinen Kunstrasen erneuern

Lokalsport : SV Schermbeck will seinen Kunstrasen erneuern

Die Fußball-Abteilung rechnet mit Kosten in Höhe von 270.000 Euro. Der derzeitige Belag ist nach 13 Jahren abgenutzt.

Die Fußball-Abteilung des SV Schermbeck gibt originelle Hilfe bei der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk. Auf ihrer Homepage www.svskunstrasenprojekt2018.de kann jeder, der möchte, für Parzellen des neuen Kunstrasens in der Volksbank-Arena spenden. Wie das geht? Ganz einfach.

Beim Besuch der Seite öffnet sich ein virtuelles Spielfeld, das in kleine Rechtecke unterteilt ist. Und mit einem Klick auf ein braunes Kästchen können Interessenten bereits ab 25 Euro für einen Quadratmeter Kunstrasen spenden, damit das für Sommer 2018 geplante Projekt finanziell auf sicheren Füßen steht. "Ohne dass wir diese Seite bislang beworben haben", sagt Fußball-Abteilungsleiter Michael Steinrötter, "haben wir bereits mehr als 34.000 Euro beisammen."

Michael Steinrötter war neben seinem Vertreter Thorsten Schröder der Gastgeber bei einem Pressegespräch, an dem auch Volksbank-Vorstand Rainer Schwarz, Paul Underberg, geschäftsführender Gesellschafter des Dorstener Fitnesscenters Injoy und einer der Hauptsponsoren des Clubs, und SVS-Marketingleiter Michael Benninghoff teilnahmen. Unter dem Motto "Kinder brauchen Platz - Verein(t) zum neuen Grün" untermauerten sie ihre Absicht, den bereits vorhandenen Kunstrasenplatz, der ausdrücklich kein Projekt für die Westfalenliga-Kicker ist, zu erneuern. "Wir hatten schon längst unser Vorhaben Abrahamhaus ins Zentrum unserer Agenda 2020 gestellt, als wir merkten, das unser Kunstrasen sich allmählich auflöst", sagt Michael Steinrötter.

Der Handlungsbedarf ist mittlerweile groß. 13 Jahre täglicher Trainingsbetrieb mit insgesamt 15 Jugend-Mannschaften haben ihre deutlichen Spuren am derzeitigen Belag hinterlassen. Die Kunstfasern lösen sich ab, bleiben erst in der Kleidung, später in der Waschmaschine hängen. Die Farbe verschwindet und der Wasserablauf im Winter funktioniert nicht reibungslos. "Normalerweise hält ein Kunstrasen bei durchschnittlicher Belastung und guter Pflege rund 15 Jahre", sagt Michael Benninghoff. Dem Bodenbelag in Schermbeck indes sind die Strapazen schon jetzt deutlich anzusehen.

Insgesamt 270.000 Euro muss die Fußball-Abteilung des SV Schermbeck aufbringen, damit ihre Nachwuchskicker künftig für weitere eineinhalb Jahrzehnte auf Kunstrasen trainieren und spielen können. Rund 40 Prozent der Summe sollen über die Website generiert werden. Ein Zuschuss über 150.000 Euro wurde bereits bei der Gemeinde beantragt.

Geht alles glatt, ist der 14. Juni 2018 der Stichtag. Dann soll mit dem Abtragen des Bodens begonnen werden. Vier bis sechs Wochen später können nicht nur die rund 320 aktiven Nachwuchsfußballer, sondern auch die Leichtathleten und die Schulen erstmals auf dem neuen Geläuf trainieren und Sport treiben. "Mit dem neuen Kunstrasen und dem Projekt Abrahamhaus wird sich der SVS infrastrukturell ein neues Gesicht geben", sagt Steinrötter.

(beck)