Lokalsport: SV Schermbeck verspielt sicher geglaubten Sieg

Lokalsport : SV Schermbeck verspielt sicher geglaubten Sieg

Fußball: Die Mannschaft trennt sich am Ende mit 3:3 von Victoria Clarholz. Zwei SVS-Akteure fliegen vom Platz.

Die Westfalenliga-Fußballer des SV Schermbeck verpassten am gestrigen Sonntag im Auswärtsspiel bei Victoria Clarholz einen weiteren Dreier und mussten sich nach einem aufregenden Match am Ende mit einem 3:3 (1:2)-Unentschieden begnügen.

Grund dafür war eine hektische Schlussphase, in der gleich zwei SVS-Akteure nach gelb-roter Karte in der Nachspielzeit den Platz verlassen mussten (Maik Habitz und Kevin Mule-Ewald) und in der Folge der Gastgeber dann auch noch durch Daniel-Andreas Bota zum Ausgleich kam (90. + 7). "Wir haben auf dramatische Weise einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben", sagte SVS-Trainer Thomas Falkowski nach Spielende. "So etwas darf uns nicht passieren, aber wir haben uns das selbst zuzuschreiben." Das Spiel hatte aus Schermbecker Sicht besser kaum anfangen können. Bereits nach 28 Spielminuten lag der Gast mit 2:0 vorn, nachdem zunächst Kevin Rudolph einen Freistoß aus 18 Metern direkt verwandelt hatte (26.) und zwei Minuten später Kevin Mule-Ewald einen Freistoß aus dem Halbfeld mit dem Fuß aufnahm und einnetzte (28.). Erst ein von Mule-Ewald verschuldeter Foulelfmeter, den Andreas Dreichel zum 1:2 verwandelte (38.), brachte den Gastgeber zurück ins Spiel.

Als kurz nach dem Seitenwechsel erneut Mule-Ewald einen Freistoß verwertete, diesmal per Kopf (47.), standen die Zeichen für den SVS auf Sieg. Doch der Treffer zum 2:3 durch Bota (61.) und einige nicht zu Ende gespielte Konterchancen ließen den Gegner bis in die Schlussphase auf einen Teilerfolg hoffen. Als dann beide Schermbecker Innenverteidiger innerhalb weniger Minuten das Feld verlassen mussten, nutzte erneut Bota in der siebten Minute der Nachspielzeit die allerletzte Chance zum Ausgleich. "Einer eingespielten Mannschaft", so Falkowski im Fazit, "wäre das heute sicher nicht passiert. Aber wir sind noch mitten im Umbruch, und dann gehören auch solche bitteren Erfahrungen zum Lernprozess dazu."

SV Schermbeck: Carpentier; Helling, Mule-Ewald, Habitz, Milaszewski, Niewerth (90. Ankoma-Kissi), Klimczok, K. Rudolph (63. Turgut), Grumann (70. Zugcic), P. Rudolph, Poch. Tore: 0:1 K. Rudolph (26.), 0:2 Mule-Ewald (28.), 1:2 Dreichel (38., Foulelfmeter), 1:3 Mule-Ewald (47.), 2:3 Bota (61.), 3:3 Bota (90.). Gelb-rote Karten: Habitz, Mule-Ewald (beide 90.).

(beck)
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