SV Schermbeck verliert 0:5 in Fußball-Oberliga

Fußball : SV Schermbeck präsentiert sich unterirdisch

Der Oberligist spiel sehr schwach und verliert deutlich mit 0:5 gegen den TuS Ennepetal. Bereits nach 20 Minuten liegt die Mannschaft mit 0:3 in Rückstand.

Thomas Falkowski predigt es seinen Fußballern immer wieder: „Wenn wir nicht mit dem hundertprozentigen Einsatzwillen zu Werke gehen, dann gewinnen wir in der Oberliga kein Spiel.“ Beim Heimsieg über den damaligen Tabellenzweiten aus Haltern hatte die Einstellung zuletzt gestimmt. Beim neuen Zweiten TuS Ennepetal ließ der SV Schermbeck das vom Trainer zur Grundvoraussetzung erhobene Engagement nun aber vermissen und ging prompt baden. Bei der deutlichen 0:5 (0:3)-Niederlage kassierte der Aufsteiger die ersten drei Gegentore innerhalb von nur fünf Minuten.

„Das war ein kollektives Versagen der ganzen Mannschaft. Hier kann man sicher verlieren, aber nicht so“, sagte Falkowski nach der heftigen Auswärts-Niederlage, die aus seiner Sicht absolut nicht nötig gewesen wäre. Die Gäste kamen eigentlich noch sehr ordentlich in die Partie hinein, schlugen dann aber alle Warnungen bezüglich der gefährlichen Ennepetaler Standards in den Wind und gerieten nach einer Ecke in Rückstand. Dennis Drepper traf für den Gastgeber zum 1:0 (15.). Der SV Schermbeck zeigte sich geschockt und machte es dem Kontrahenten einfach, weitere Tore nachzulegen. Nach den Treffern von Christian Hausmann (16.) und John Conor Agnew (20.) war das Spiel so gut wie gelaufen.

Falkowski versuchte, seine Mannschaft in der Kabine noch einmal aufzurichten und brachte Marc Schröter für Gökhan Turan sowie Kevin Rudolph für Raphael Niehoff. Tatsächlich hatte Marek Klimczok dann die große Chance, um zu verkürzen, doch sein Versuch wurde auf der Linie geklärt (53.). Gleich danach musste SVS-Keeper Cedric Drobe mit muskulären Problemen vom Feld, für ihn ging Lukas Peto zwischen die Pfosten. Am Youngster lag es aber nicht, dass Drepper kurz darauf endgültig alles klar machte (56.) und Agnew sogar noch den fünften Treffer folgen ließ (67.).

Dass der gelb-gesperrte Patrick Rudolph den Schermbeckern an allen Ecken und Enden fehlte, wollte sein Trainer auf keinen Fall als Ausrede gebrauchen. „Alle haben den Anspruch, in dieser Klasse zu spielen und müssen sich dann auch beweisen“, sagte er. Trotz des schwachen Auftritts sieht Falkowski aber nicht schwarz: „Ich kenne mein Team. Es wird nächste Woche wieder ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

SV Schermbeck: Drobe (54. Peto) – Poch, Hodzic, Zugcic, Habitz, Niewerth, Niehoff (46. K. Rudolph), Turan (46. Schröter), Grumann, Klimczok, Milaszewski.

(tik)
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