Lokalsport: SV Schermbeck steht kurz vor dem Ziel

Lokalsport : SV Schermbeck steht kurz vor dem Ziel

Fußball: Der Westfalenligist benötigt noch einen Sieg, um die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation perfekt zu machen. Seit neun Partien ist der SVS ungeschlagen. Am Sonntag ist der Tabellenzweite zu Gast beim VfB Fichte Bielefeld.

Zu einem "Finale furioso" kommt es am letzten Spieltag in der Fußball-Westfalenliga. Im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation fehlt dem SV Schermbeck im Fernduell mit der Zweitvertretung von Preußen Münster noch ein Sieg, um sicher Platz zwei zu belegen. Und den möchte das Team von Trainer Thomas Falkowski am Sonntag (15 Uhr) beim Vorletzten VfB Fichte Bielefeld landen. Doch Vorsicht ist geboten: Ungeachtet des Tabellenstandes erwartet die Rot-Weißen ein heißer Tanz, denn für die Ostwestfalen geht es in diesem Spiel ums sportliche Überleben. Der Gastgeber muss gewinnen, um seine Chancen auf den Klassenverbleib zu wahren. "Das wird eine Riesenaufgabe", sagt der Coach des SVS. "Aber wir sind heiß und wollen die letzte Hürde vor der Relegation unbedingt nehmen."

Die Voraussetzungen aus Schermbecker Sicht sind nahezu optimal. Die Formkurve spricht für die Gäste, die seit neun Ligaspielen ungeschlagen sind. Und auch personell kann Falkowski fast aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Evans Ankomah-Kissi und Torhüter Benjamin Carpentier meldeten sich alle weiteren Spieler seines Kaders fit. Allein Maik Habitz dürfte aufgrund seines Trainingsrückstandes nach überstandener Verletzung noch keine Alternative für die Startelf sein. "Gut möglich", so der Coach, "dass er uns aber im Verlaufe des Spiels noch helfen kann."

Der Gastgeber hat in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass er nicht zu unterschätzen ist. Im Hinspiel gelang den Bielefeldern immerhin ein Punktgewinn in Schermbeck. "Ich warne eindringlich davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen", sagt Falkowski, der vor allem auf die individuelle Stärke des Gastgebers hinweist: "Warum diese Mannschaft gegen den Abstieg spielt, kann ich mir wirklich nicht erklären."

In der Partie am Sonntag gehe es zunächst einmal darum, die erste Druckwelle des VfB zu überstehen und eigene Impulse zu setzen. "Wir haben einen klaren Matchplan", so der Trainer, "und den wollen wir durchsetzen. Aber wir sind auch taktisch variabel genug, um auf entsprechende Spielsituationen zu reagieren." Das klingt nach viel Selbstvertrauen. Und genau das haben sich die Schermbecker in den vergangenen Wochen mit regelmäßigen, oft sehr überzeugenden Auftritten erarbeitet. Die Mannschaft hat nach schwachem Rückrundenstart mit drei Niederlagen eine Serie gestartet, die sie bis auf den Relegationsplatz geführt hat. "Ich muss meiner Mannschaft großen Respekt für die Leistung der zurückliegenden Spiele zollen", sagt Falkowski. "Dass wir am letzten Spieltag noch um den Aufstieg mitspielen, hätte im März keiner für möglich gehalten."

Der Coach selbst muss um die Teilnahme am Saisonfinale allerdings zittern. Er wird zum zweiten Mal Vater. "Und das hoffentlich nicht, wenn gerade das Spiel läuft", so Falkowski, dessen Ehefrau bereits vergangenen Dienstag ausgezählt war. Gelingt der letzte Coup in Bielefeld, dann spielt der SVS bereits am kommenden Donnerstag das Finale um den Aufstieg gegen den Zweiten der Westfalenliga (Gruppe 2). Auf neutralem Platz wäre der Gegner dann entweder YEG Hassel oder DSC Wanne-Eickel.

(RP)
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