Fußball: SV Schermbeck steht am Scheideweg

Fußball : SV Schermbeck steht am Scheideweg

Wer den SV Schermbeck in den letzten Partien gesehen hat, konnte zu der Erkenntnis kommen, dass die Hintermannschaft des Fußball-NRW-Ligisten möglicherweise nicht gut genug für diese Klasse ist. "Diesen Fragen müssen wir uns völlig zu Recht stellen. Es liegt nun an den Spielern, am Sonntag auf dem Platz den Gegenbeweis zu liefern", sagt SVS-Trainer Martin Stroetzel vor dem morgigen Duell mit Nachbar VfB Hüls.

Dem Coach ist in diesen Tagen anzumerken, wie sehr ihn die gesamte Situation, in einer Saison, die für seine Mannschaft vermutlich am Ende ohne jeglichen sportlichen Wettbewerb zu Ende gehen wird, belastet. "Wir müssen jetzt endlich unsere Fehler abstellen und zusehen, dass wir bis zur Winterpause noch einige Punkte sammeln. Andernfalls müssen wir uns darüber Gedanken machen, ob es überhaupt noch Sinn macht, so weiterzumachen", sagt Stroetzel und lässt damit den Spielraum für Spekulationen offen.

Die Probleme in seinem Defensivverbund sieht der Trainer vor allem im organisatorischen Bereich. "Es sind immer Kleinigkeiten, fehlende Absprachen und mangelnde Cleverness die zu unseren Gegentoren führen", führt Stroetzel einige der Ursachen auf. Dabei sind seine Spieler durchaus einsichtig. Auch was Stroetzels unpopuläre Maßnahmen in den vergangenen beiden Partien anbetrifft, als der Trainer jeweils nach 20 Minuten Leon Einhaus beziehungsweise Marian Michels auswechselte. "Die Spieler waren hintereinander einsichtig und haben Verständnis dafür. Als Trainer muss ich an der Seitenlinie immer versuchen der Mannschaft zu helfen. Dazu ist jedes Mittel recht", sagt Stroetzel.

Gegen den VfB Hüls, der nach dem Rücktritt von Olaf Thon in zwei Spielen einen Sieg schaffte, sind für den SV Schermbeck drei Punkte fast schon Pflicht. Dass das Spiel einen gewissen Derby-Charakter hat, interessiert Martin Stroetzel dabei nur am Rande. "Wir müssen punkten, egal gegen wen."

(RP)