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Fußball: SV Schermbeck setzt sich von der Abstiegszone ab

Fußball : SV Schermbeck setzt sich von der Abstiegszone ab

Oberligist macht es beim 5:3 in Gievenbeck nach einer 3:0-Führung unnötig spannend. Nach einer Roten Karte für Gerding droht das Spiel zu kippen.

Holger Aden musste gestern Abend nach dem Abpfiff erst einmal tief durchatmen. "Das hat richtig Nerven gekostet", sagte der neue Trainer des SV Schermbeck. Sein Personal hatte ihn zuvor unnötig auf die Folter gespannt. Der Fußball-Oberligist hätte beim 5:3 (1:0)-Erfolg beim Vorletzten 1. FC Gievenbeck beinahe einen schon sicher geglaubten Sieg noch verspielt.

Der SVS führte in der Nachholpartie vom Sonntag mit 3:0, ehe er nach einer Roten Karte für Florian Gerding (59.) wegen angeblichen groben Foulspiels für einige Zeit den Faden verlor. Die Begegnung drohte zu kippen, als dem Gastgeber der Ausgleich gelang. Doch Marek Klimczok (82.) und Wale Arogundade (88.) stellten den wichtigen Sieg in der Schlussphase mit ihren Toren sicher. Der SV Schermbeck hat sich damit etwas von den Abstiegsplätzen abgesetzt. Er hat jetzt sechs Punkte Vorsprung vor den Teams auf den beiden Abstiegsrängen, die zudem eine Begegnung mehr ausgetragen haben.

"Wenn ich noch viele solche Spiele als Trainer erleben muss, dann werde ich nicht alt", sagte Aden, der mit seinem Team in zwei Meisterschaftsspielen beachtliche vier Punkte gesammelt hat. Die Mannschaft steigerte sich dabei im Vergleich zum 1:1 gegen die TSG Sprockhövel erheblich. "Gegen Sprockhövel haben wir nur gekämpft. Heute haben wir auch so Fußball gespielt, wie ich mir das vorstelle. Die Leistung stimmte bis auf die Schwächephase nach der überzogenen Roten Karte", kommentierte Aden die Begegnung in aufgeheizter Atmosphäre.

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Mithat Aripek (42.), Ludwig Asenso (47.), der zur Pause für den angeschlagenen Abwehrchef Moussa Ouattara ins Spiel kam, und Marek Klimczok (56.) schienen die Partie mit ihren Treffern schon entschieden zu haben. Doch der Feldverweis für Gerding brachte den SVS auf dem kleinen Kunstrasenplatz aus dem Rhythmus. Nach dem ersten Gegentreffer (64.) hätte Nassirou Ouro-Akpo sein Team vor einigen Unannehmlichkeiten bewahren können. Er vergab frei vor dem Tor die große Chance zum 4:1. So wurde es noch einmal enorm spannend, als der Gastgeber Treffer in der 70. und 73. Minute nachlegte. "Doch die Mannschaft hat dann zum Glück rechtzeitig wieder ihre spielerischen Qualitäten gezeigt", sagte Aden.

SV Schermbeck: Kurz - Niewerth, Ouattara (46. Asenso), Ankomah-Kissi, Osma, Turgut, Zaskoku, Aripek (62. Arogundade), Klimczok, Gerding, Ouro-Akpo (68. Grunwald).

(RP)