SV Schermbeck scheitert im Kreispokal am TV Jahn Hiesfeld.

Handball : SV Schermbeck ist ersatzgeschwächt ohne Chance

Der ersatzgeschwächte Handball-Landesligist verliert im Kreispokal gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter TV Jahn Hiesfeld mit 14:29. Für Trainer Stephan Schmücker ist das Ausscheiden aber „kein Drama“.

Eine Woche vor dem Rückrundenauftakt stand für Handball-Landesligist SV Schermbeck am Sonntag die zweite Runde im Kreispokal auf dem Programm. Das Team von Trainer Stephan Schmücker kassierte im Heimspiel gegen den klassenhöheren TV Jahn Hiesfeld eine 14:29 (8:16)-Niederlage und schied damit aus. Über die gesamten 60 Minuten war der Gastgeber weitgehend chancenlos und musste sich dem Verbandsliga-Tabellenführer geschlagen geben. „Es war insgesamt ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften. Diese Niederlage ist für uns aber kein Drama. Unsere gesamte Konzentration gehört der Meisterschaft”, sagte der SVS-Coach.

In der einseitigen Partie gelang es den Schermbeckern lediglich ein einziges Mal, in Führung zu gehen, als Enrico-Kay Hollwig nach 37 Sekunden das 1:0 erzielte. Anschließend dominierten die Gäste aus Hiesfeld das Spielgeschehen und setzten sich Tor um Tor ab. Bis zum 3:5 nach elf Minuten hielt der SV Schermbeck das Ergebnis noch halbwegs offen. Doch schon zur Pause lag der TV Jahn mit 16:8 mehr als vorentscheidend vorn.

„Wir hatten heute aus den unterschiedlichsten Gründen keinen einzigen Mittelmann im Kader, weil sowohl Frederik Bell als auch Gerrit Kempken und Hendrik Portz nicht zur Verfügung standen”, so Schmücker, der nach elf Minuten auch noch Moritz Schmäing mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Feld nehmen musste. „Diese Ausfälle konnten wir nicht kompensieren.”

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Hiesfeld traf nach Belieben und baute den Vorsprung mit einem von 18:9 (36.) auf 24:9 (49.) aus. Erst danach gelang es dem SVS, den Torabstand zumindest zu halten und die Schlussminuten ausgeglichen zu bestreiten. „Wir wissen, dass wir in Bestbesetzung auch gegen einen Verbandsligisten bestehen können”, so der Coach, der an den Erfolg beim Neujahrsturnier gegen die MTG Horst erinnerte. „Aber wenn die entscheidenden Leute fehlen, bekommen wir Probleme.”

Immerhin brachte die Begegnung noch einen gewissen Erkenntnisgewinn, wo in den letzten Tagen der Vorbereitung die Schwerpunkte vor der schweren Liga-Partie am Sonntag, 11.30 Uhr, bei der DJK Styrum  gesetzt werden müssen. „Mir fehlte heute die Übersicht im Aufbau und damit der Blick für den Nebenmann. Und auch im Spiel Eins-gegen-Eins müssen wir uns noch verbessern“, sagte Schmücker.

SV Schermbeck: Potthast, Maile –  Urbansky (3), N. Nappenfeld, Marienbohm (4/1), L. Nappenfeld (1), Döhmer (2), Fröhner-Soppe (1), Hollwig (1), Schmäing, N. Bell (2).

(beck)
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