Lokalsport: SV Schermbeck nur knapp an einer Blamage vorbei

Lokalsport : SV Schermbeck nur knapp an einer Blamage vorbei

Fußball-Westfalenligist sorgt beim 3:1-Erfolg beim SC Herford in doppelter Überzahl erst spät für die Entscheidung.

Eigentlich war die Partie zur Pause so gut wie entschieden. Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck führte gestern beim SC Herford mit 1:0, der Gastgeber war zudem durch gleich zwei Platzverweise entscheidend geschwächt. Doch was der SVS dann in der zweiten Halbzeit bot, das gefiel Trainer Thomas Falkowski überhaupt nicht. Erst durch zwei späte Treffer verhinderte der SVS bei seinem 3:1-Sieg eine Blamage.

Letztlich nahm der Schermbecker Trainer aber die positiven Aspekte aus dem ersten Spiel mit. "Diese drei Punkte sind sehr wichtig", sagte Falkowski. Zudem hatte der 33-Jährige eine erste Halbzeit seines Teams gesehen, an der er kaum etwas auszusetzen hatte. "Da haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind und haben den Gegner teilweise an die Wand gespielt." Nur mit der Chancenverwertung haperte es. Marc Schröter (5., 6.) und Dominik Milaszewski (7.) ließen direkt in der Anfangsphase die ersten Möglichkeiten aus. Pech kam hinzu: Marc Schröter (27.) traf nur die Latte und Marek Klimczok den Pfosten (32.). So musste ein Standard her: Nach einem Foul an Kilian Niewerth verwandelte Kevin Rudolph den fälligen Elfmeter (35.).

Was sich dann kurz vor der Pause ereignete, sollte später Gift für das Spiel der Schermbecker werden. Jeweils nach wiederholtem Foulspiel sahen die Herforder Nico Bartling (40.) und Zikos Paspaspiros (45.) die Gelb-Rote Karte. Das war die Einladung schlechthin für den SVS, die Entscheidung frühzeitig perfekt zu machen. Doch es sollte ganz anders kommen. "Anscheinend war das eine Kopfsache. Da haben Akteure wohl gedacht: Na ja, wir machen das schon. Wir haben das Fußballspielen im Prinzip eingestellt", sagte Falkowski.

Statt in doppelter Überzahl schnell den Sieg unter Dach und Fach zu bringen, stand es nach einem Standard-Tor von Christopher Heermann plötzlich 1:1 (66.). Mit jeder verstrichenen Minute wurde der Auftritt der Schermbecker immer hektischer. "Unser Überzahlspiel war erschreckend schwach", gab Thomas Falkowski unumwunden zu. Bezeichnend war, dass die späte SVS-Führung aus einer weiteren Standardsituation resultierte. Einen Freistoß von Patrick Rudolph köpfte Rückkehrer Dominik Milaszewski ins Netz (86.). In der Nachspielzeit markierte erneut Milaszewski das 3:1.

SV Schermbeck: Carpentier - Habitz, Ankomah-Kissi, P. Rudolph, Zugzic, Niewerth (81. Grodzik), Poch, K. Rudolph (55. Turgut), Klimczok (66. Titz), Milaszewski, Schröter.

(R.P.)