SV Schermbeck kämpft sich in die nächste Runde

Fussball : SV Schermbeck kämpft sich in die nächste Runde

Bei der Dorstener Stadtmeisterschaft bezwingt der Oberligist den TuS Gahlen mit 5:4 nach Elfmeterschießen.

Auch ohne eine einzige Trainingseinheit starteten die Fußballer des SV Schermbeck mit einem Erfolgserlebnis in die Spielzeit 2018/19.

Allerdings benötigte der Oberliga-Aufsteiger beim Auswärtsspiel gegen den drei Klassen tiefer spielenden Bezirksligisten TuS Gahlen ein Elfmeterschießen, um die erste Runde der diesjährigen Dorstener Stadtmeisterschaft zu überstehen. Mit 5:4 setzte sich der Favorit letztlich denkbar knapp durch.

Mit 1:1 (1:1) trennten sich die beiden nur fünf Kilometer voneinander entfernt beheimateten Clubs nach 90 spannenden Derby-Minuten, wobei der Gastgeber über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner war und sich dieses Remis redlich erkämpfte.

„Wir haben uns heute sehr gut verkauft”, sagte ein nur mäßig enttäuschter Gahlener Trainer Björn Bennies nach dem Spielschluss. „Ich ziehe meinen Hut vor meiner Mannschaft, die diese Partie ausgeglichen gestalten konnte. Ein Elfmeterschießen ist dann eben auch Glücksache.” Die Stimmungslage bei seinem Kollegen auf Schermbecker Seite war trotz des Erfolges eine völlig andere.

Thorsten Falkowski beklagte vor allem in der ersten Halbzeit die Leistung seiner Mannschaft. „Das war viel zu wenig”, sagte der Coach nach dem Schlusspfiff. „Wir waren zu langsam, hatten kein Gegenpressing und kamen überhaupt nicht in die entscheidenden Situationen.”

Viel zu behäbig agierten die Rot-Weißen zu Beginn der Begegnung, vor allem im Spielaufbau ging erst einmal nichts zusammen. Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe die hochfavorisierten Gäste zum ersten Mal gefährlich vor dem Gahlener Tor auftauchten. Dann allerdings gleich so effektiv, dass Dennis Grodzik eine Kopfballverlängerung von Marek Klimczok nach einem Einwurf aufnehmen und aus kurzer Distanz  verwandeln konnte. Zu diesem Zeitpunkt aber hatte der Oberligist bereits mit 0:1 zurückgelegen, weil der Gastgeber seine zweite Chance nach 16 Minuten durch Marco Maralli zur verdienten Führung genutzt hatten.

In der zweiten Halbzeit war das Spiel deutlich offener, was auch mehr Spannung nach sich zog. Beide Mannschaften hatten etliche Großchancen, blieben aber vor dem Tor erfolglos.

Im Elfmeterschießen hatten die Schermbecker dann den einen Fehlschuss weniger und gingen somit als etwas glücklicher Sieger vom Platz. „Ich will diese Begegnung nicht überbewerten”, sagte Schermbecks Trainer Thomas Falkowski in seiner Analyse. „Aber heute hat vor allem in der ersten Halbzeit nicht viel gepasst. Das muss besser werden, weil ich diesen ersten Titel unbedingt gewinnen möchte.”

In der zweiten Runde trifft der Oberliga-Aufsteiger bereits am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf heimischer Platzanlage auf den B-Ligisten Grün-Weiß Barkenberg, der in einer besonders torreichen Begegnung die Mannschaft von Eintracht Erle mit einem deutlichen 8:4 (3:3) bezwingen konnte.

(beck)
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