Lokalsport: SV Schermbeck ist auf einem guten Weg

Lokalsport : SV Schermbeck ist auf einem guten Weg

Fußball: Der Westfalenligist hat die Hinrunde mit dem 2:2 gegen den VfB Fichte Bielefeld beendet. Aktuell steht der SVS auf dem vierten Platz und liegt voll im Soll. Trainer Thomas Falkowski sieht aber noch mehr Potenzial in seinem Team.

Thomas Falkowski überlegt, dann formuliert er kurz und knapp die Zielsetzung für die Rückrunde. "Weniger Gegentore, mehr Punkte", erklärt der Trainer des Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck.

Mit einem 2:2 gegen Fichte Bielefeld und damit 21 Einschlägen nach 15 Begegnungen beendete der 34-Jährige seine erste Halbsaison am Waldsportplatz.

Der Nachfolger von Christoph Schlebach nimmt mit seiner Elf Rang vier ein. In einer Saison, die dem Umbruch dienen soll und deshalb eher als Übergangsjahr im Vorfeld angesehen wurde.

Sieben Spieler hatte der Coach zuvor vom Oberligisten SC Hassel mitgebracht. Zusammen mit den verbliebenen Akteuren aus dem Kader der vergangenen Spielzeit und den Youngstern aus der A-Jugendmannschaft galt es, ein neues Team zu formen, eine gesunde Mischung zu finden. "Der Umbruch ist zu etwa 80 Prozent geschafft", sagt Falkowski. Ein Wert, mit dem sich der Trainer derzeit gut anfreunden kann.

Die Entwicklung stimmt den Schermbecker Übungsleiter positiv, auch wenn so mancher Ausrutscher in seinen Augen nicht hätte sein müssen. "Wir haben schon viele gute Spiele gezeigt", stellt er zurecht fest. Was ihn jedoch ärgert, das sind die unnötigen individuellen Fehler. So manche Punkte landeten dadurch beim Gegner. "Für ganz oben kommen wir deshalb nicht in Frage." Acht Zähler sind es bis zum Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck, vier bis zum Tabellenzweiten, SpVgg. Vreden, der je nach der Abstiegskonstellation in den oberen Klassen möglicherweise ein Regelationsspiel um den Aufstieg bestreitet. Doch dem Thema widmet sich Thomas Falkowski erst einmal überhaupt nicht.

Der Oberliga-Aufstieg stand trotz der zahlreichen oberligaerfahrenen Akteure vor der Saison gar nicht zur Diskussion. Rang sechs bis acht war angepeilt worden. Daraus wird zur Halbzeit Rang drei bis fünf. "Wir wollen uns auf jeden Fall im gesunden Mittelfeld wiederfinden", sagt Falkowski. Dabei räumt er unumwunden ein, dass er als Trainer "immer mehr will. Letztlich bin ich auch nie zufrieden, da in meinen Augen Zufriedenheit auch Stillstand bedeutet." Diese Zufriedenheit, die auch schon mal in Selbstzufriedenheit ausartet, macht sich zwischendurch immer mal wieder bei seinen Akteuren breit.

Da wird dann auch schon mal die Warnung des Trainers eher auf die leichte Schulter genommen. Hiltrup - Gegentreffer nach 15 Sekunden - und Beckum mit einer ganz schwachen Vorstellung in der ersten Hälfte sind beste Beispiele dafür. "Der eine oder andere ist zu schnell zufrieden, aber wir müssen immer bei 100 Prozent sein."

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten zu Beginn traf dies sicherlich auf Marek Klimczok in der Hinrunde zu. "In Sachen Einsatz, Wille und Leidenschaft ist er ein Vorbild für alle", lobt Falkowski den 38-Jährigen, dessen spielerische Qualitäten sowieso außen vor sind.

Von den Youngstern hat Malte Grumann ("Er hat eine rasante Entwicklung hinter sich, ist aber noch lange nicht am Ende") den Sprung bereits geschafft, Dennis Grodzik und Moritz Noetzel stehen kurz davor. Dass der eigentliche Vorbereiter Dominik Milaszewski auf 14 Treffer kommen würde, damit war auch kaum zu rechnen.

Dagegen fehlt es den Keepern an Konstanz. Nicht ohne Grund wechselte der Coach von Benjamin Carpentier zu Tim Krückemeier. Eine unumstrittene Nummer 1, die gibt es beim SV Schermbeck derzeit nicht.

(RP)