SV Schermbeck freut sich auf Duell bei Schalke 04 II

Fußball : SV Schermbeck freut sich auf Duell bei Schalke 04 II

Der Oberligist ist beim souveränen Spitzenreiter zwar nur krasser Außenseiter. Kampflos will er die Punkte aber nicht abgeben.

Einen ganz dicken Brocken hat Fußball-Oberligist SV Schermbeck am morgigen Sonntag vor der Brust. Um 15 Uhr muss das Team von Trainer Thomas Falkowski beim FC Schalke 04 II antreten. Die U23 des Bundesligisten will unbedingt in die Regionalliga aufsteigen und führt derzeit auch souverän die Tabelle, hat neun seiner bisherigen zehn Partien gewonnen, die vergangen sechs mit einem Torverhältnis von 20:3. Schon jetzt beträgt der Vorsprung der Schalker auf einen Nichtaufstiegsplatz acht Punkte. 

„Das wird eine Hammeraufgabe, weil wir gegen das Ausnahmeteam der Oberliga spielen müssen. Dennoch wollen wir dort nicht die Punkte kampflos abliefern.” sagt der Coach. Weitere Zahlen belegen allerdings die Überlegenheit des Spitzenreiters: die meisten Punkte, die meisten Treffer und die wenigsten Gegentore – in sämtlichen Statistiken liegt der FC Schalke 04 II weit vorn. Laut Falkowski ist das alles andere als ein Zufall. „Da steckt Qualität in allen Mannschaftsteilen”, so der Schermbecker Trainer, der zudem seinem Gegenüber Torsten Fröhling ein dickes Kompliment macht. „Es ist ihm sehr gut gelungen, aus vielen guten Individualisten ein richtig gutes Team zu formen.”

Klar ist auch, dass der Aufsteiger aus Schermbeck die nötigen Punkte zum Klassenverbleib nicht unbedingt in Gelsenkirchen holen muss. Insofern wollen Falkowski und seine Schützlinge die Partie am Sonntag genießen, „dabei aber sicher nicht nur der Sparringspartner von Schalke 04 sein”, so der Coach. Zumal der SV Schermbeck mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen ebenfalls eine kleine Serie hingelegt hat und sich damit endgültig in der Liga etabliert hat. „Wir können befreit aufspielen und werden uns sicher nicht verstecken”, so der SVS-Trainer.

Gut möglich, dass dies der Vorteil der Gäste aus Schermbeck sein wird. Eine Marschroute hat Falkowski ebenfalls schon im Kopf. Im Vergleich zu den Spielen zuvor will er sein Team auf der einen oder anderen Position verändern, behält die Details allerdings noch für sich. „Wir werden uns sicher etwas einfallen lassen. Damit das aber funktioniert, brauchen wir einen richtig guten Tag”, sagt er. Die personelle Situation ist zwar nach wie vor nicht ideal, hat sich aber ein wenig entspannt.

Fehlen werden definitiv Benedikt Helling (Sprunggelenksverletzung), Kevin Rudolph (Oberschenkelzerrung), Raphael Niehoff (gesperrt) sowie Ersatztorhüter Tim Krückemeier (Fingerverletzung). Der Einsatz von Patrick Rudolph ist nach überstandener Grippe noch fraglich. „Das wird das eine Supersache, auf die wir uns sehr freuen“, sagt Falkowski.

(beck)
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