SV Schermbeck erreicht nur ein 1:1

Fußball : SV Schermbeck lässt viele Chancen aus

Der Fußball-Oberligist ist in der Heimpartie gegen den TuS Ennepetal zwar die klar bessere Mannschaft, muss sich aber mit einem 1:1 begnügen. Der überragende Akteur des Spiels ist der Gäste-Torhüter Marvin Weusthoff.

Gut gespielt, doch am Ende nicht belohnt worden. Fußball-Oberligist SV Schermbeck verpasste am Sonntagnachmittag in der Heimpartie gegen den TuS Ennepetal einen hochverdienten Erfolg. Nach einer engagierten Leistung und einseitigen 90 Minuten trennten sich beide Teams mit einem 1:1 (0:1), dass die Gäste vor allem ihrem überragenden Schlussmann Marvin Weusthoff zu verdanken hatten. Der Keeper hatte gleich mehrfach mit Paraden weitere Treffer des SV Schermbeck vereitelt. „Man könnte auch sagen, Schermbeck hat heute gegen Weusthoff 1:1 gespielt”, so SVS-Coach Thomas Falkowski. „Der Torhüter hatte einen absoluten Sahnetag. Sehr ärgerlich, dass wir nicht drei Punkte hier behalten haben.”

Diesem Statement mochte auch Gästetrainer Alexander Thamm nicht widersprechen. „Das war für uns ein sehr glücklicher Punktgewinn”, so der Coach des TuS. „Nach vorne haben wir wirklich nicht viel gemacht.” Genau genommen hatten die Gäste aus Ennepetal lediglich die eine Torchance zum Führungstreffer kurz vor dem Seitenwechsel. Nach einer Ecke sprang der Ball zu Oluremi Martins Williams, der auf Nils Nettersheim ablegte, gegen dessen Schuss aus kurzer Distanz SVS-Keeper Cedric Drobe keine Abwehrmöglichkeit besaß (43.).

Bis dahin aber hätte der Gastgeber das Spiel allerdings schon für sich entscheiden müssen. Bereits nach drei Minuten entschärfte Marvin Weusthoff einen Fernschuss von Raphael Niehoff, weitere Glanztaten folgten gegen einen Kopfball von Dominik Milaszewski nach Flanke von Kevin Rudolph (9.) und nach einem satten Schuss von Aldin Hodzic (14.). Die größte Tat aber war das Entschärfen einer Doppelchance für den SV Schermbeck, als erst Rudolph und dann Hodzic scheiterten (22.). Auch Falkowski verteilte nach der Partie Komplimente an Weusthoff: „Der Mann hat keine Schwächen.”

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SV Schermbeck den Druck weiter. Der Gastgeber drängte, Ennepetal kam nur selten zu Entlastungsangriffen. Noch einmal rettete Marvin Weusthoff reaktionsschnell gegen einen Kopfball von Kevin Rudolph (54.), doch in der 65. Minute musste auch er sich geschlagen geben. Eine Flanke von Dominik Milaszewski setzte Kevin Rudolph zunächst an den Pfosten, den Abpraller drückte Nikolaj Zugcic dann aber zum hochverdienten Ausgleich über die Linie. Nur eine Minute später vergab Niehoff die Chance zum Siegtreffer.

„Am Ende müssen wir froh sein, dass wir wenigstens noch das eine Tor gemacht haben”, so Falkowski. „Wir nehmen den einen Punkt mit auf dem Weg zum vorzeitigen Klassenverbleib. Meiner Mannschaft kann ich heute wirklich keinen Vorwurf machen.”

SV Schermbeck: Drobe; Mule-Ewald, Habitz, Hodzic, Niehoff (82. Poch), Klimczok, Zugcic, Niewerth (90. Goeke), Patrick Rudolph, Kevin Rudolph (89. Grodzik), Milaszewski.

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