SV Brünen sichert sich spät den Klassenerhalt in der Kreisliga A.

Fußball : Beim SV Brünen wird erst auf der Zielgerade gejubelt

Der A-Kreisligist verhindert durch einen erfolgreichen Endspurt mit zehn Zählern aus den letzten vier Spielen den Abstieg.

Aycin Özbek ist in diesen Tagen gut gelaunt. Das ist er eigentlich schon seit Wochen. So kennt man den Trainer des SV Brünen, der  mit seiner Mannschaft in der abgelaufenen Saison in der Fußball-Kreisliga A nur knapp am Abstieg vorbeigeschrammt ist. Noch vor einigen Wochen sah das bei Özbek ganz anders aus – die bedrohliche Lage im Abstiegskampf setzte ihm zu. „Das war zu viel. Es hat keinen Spaß mehr gemacht“, sagt er.

Fünf Spieltage vor dem Saisonende hatte seine Laune den Tiefpunkt erreicht. Nach der 4:6-Niederlage gegen die DJK Barlo war sein Team auf geradem Weg in die Kreisliga B. „Niemand hat mehr mit uns gerechnet“, so Özbek. Die Brüner standen auf einem Abstiegsplatz. Vier Wochen später feierte der Coach mit dem SV Brünen den Klassenerhalt. Und im Handumdrehen kam sein Lachen zurück.

Der SVB hat einen imponierenden Endspurt hingelegt, ohne den er wohl jetzt eine Liga tiefer spielen müsste. Nach dem 3:3 gegen GW Vardingholt folgten drei Siege in Serie. Höhepunkt war dabei der 4:0-Erfolg über Meister DJK TuS Stenern. Mit diesem Überraschungssieg machten die Brüner dann auch einen Spieltag vor Schluss den Klassenerhalt perfekt. „Das war eine überragende Leistung“, sagt der SVB-Trainer, der sich beim Blick zurück ansonsten mit Lob zurückhält.

So groß die Glücksgefühle am Ende auch waren, an diese Saison erinnert sich der Übungsleiter nicht gern zurück. „Das war eine meiner schwersten Spielzeiten“, so Özbek, der in diese Kategorie nur sein erstes Bezirksliga-Jahr mit dem PSV Wesel II einstuft. Dort hatte er am letzten Spieltag den Ligaverbleib gefeiert. Doch während er beim PSV damals mit seinem Team alle Erwartungen erfüllt hatte, blieb er mit dem SVB dieses Mal einiges schuldig.

Die Mannschaft, die in den zurückliegenden Jahren immer recht souverän die Klasse gehalten hatte, spielte diesmal unter seinen Möglichkeiten. „Wir können viel mehr. Das ärgert mich natürlich“, sagt der Coach. Die Gründe für das schwache Abschneiden liegen für Aycin Özbek auf der Hand. „Die Trainingsbeteiligung war schwach“, kritisiert der Brüner Übungsleiter, der bei den Einheiten die anwesenden Akteure oftmals an einer Hand abzählen konnte. Außerdem fielen immer wieder Leistungsträger verletzt aus. Die mangelnde Einstellung änderte sich erst kurz vor dem Saisonende. „Da hatte dann jeder verstanden, wie ernst die Lage ist. Da waren auf einmal wieder alle Spieler beim Training.“

Aufgrund der lange Zeit schlechten Personallage musste der Coach des SV Brünen nicht nur auf Spieler des zweiten Teams, sondern auch auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs zurückgreifen. Die machten ihre Sache ordentlich. In Lasse Schulte-Bunert, Max Pannen, Tim Roschkowski, Aaron Heiß und Luca Ufermann rücken in diesem Sommer gleich fünf Youngster ins Team auf.

(fp)
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