SV Brünen braucht in der Fußball-Kreisliga A eine starke Rückrunde.

Fußball: Özbek hofft erneut auf die Rückrunde

Der SV Brünen steckt tief im Abstiegskampf der Kreisliga A. Der Trainer will das Ruder in der zweiten Saisonhälfte herumreißen. Und Verein und Coach setzen mit der Zusammenarbeit über die Saison hinaus ein positives Zeichen.

Der SV Brünen läuft seinen Ansprüchen in der Fußball-Kreisliga A hinterher. Nach 16 Spielen hat die Mannschaft von Trainer Aycin Özbek gerade einmal 16 Punkte geholt und steht auf dem 15. Tabellenplatz. Die Abstiegsgefahr in Brünen ist so groß wie lange nicht mehr. „Der Abstieg wäre eine Riesenenttäuschung. Aber wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir da unten auch herauskommen“, ist sich Aycin Özbek jedoch sicher.

In den letzten Jahren landete der Coach mit seiner Elf immer im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Um den Klassenerhalt zittern musste der SVB unter seiner Regie am Ende nie. Das lag oftmals daran, dass der Dorfclub nach einer durchwachsenen Hinrunde eine starke Rückserie hinlegte. Darauf hofft Özbek auch jetzt: „Das Team weiß, worauf es ankommt. Jeder muss eine Top-Einstellung an den Tag legen.“

Auch wenn es sportlich nicht rund läuft, so ist der Ehrgeiz des Brüner Übungsleiters ungebrochen. Das Feuer, das in ihm für den Fußball brennt, wünscht er sich manchmal auch von einigen seiner Schützlinge. Die Trainingsbeteiligung hat in den letzten Monaten häufig zu wünschen übrig gelassen. „Fußball in der A-Liga ist zwar nur ein Hobby. Aber ohne die richtige Einstellung kannst du auch in dieser Spielklasse nicht bestehen“, sagt der SVB-Trainer, der in dieser Hinsicht in den letzten Jahren eine Entwicklung beobachtet hat: „Ich habe das Gefühl, dass früher jeder Spieler Lust auf Fußball hatte. Heute sind andere Dinge oft wichtiger. Das ist schade.“

Die mangelnde Trainingsbeteiligung will Aycin Özbek aber keineswegs als Hauptgrund für die magere Bilanz ausmachen. Vielmehr waren es die zahlreichen Verletzungen, die sich wie ein roter Faden durch die erste Saisonhälfte zogen. Wichtige Stützen wie Jan Rother oder Lukas Dames fielen lange aus. In zahlreichen Spielen stand Aycin Özbek dadurch kein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. Oft sprang Offensivakteur Antranik Kodak daher als Verteidiger ein. Neben ihm lief der erst 19-jährige Yannick Nitschke auf. „Die Jungs, die auf dem Platz standen, haben es fast immer gut gemacht. Wir hatten aber auch viel Pech“, so der SVB-Coach.

  • Fußball : Trainer Aycin Özbek ist mit der Vorbereitung des SV Brünen nicht zufrieden

Dabei hatten die Brüner eigentlich einen Saisonstart nach Maß hingelegt. Gegen die TuB Mussum ging der SVB am ersten Spieltag mit einem 4:3-Erfolg gleich als Sieger vom Platz. Der Erfolg über einen der Aufstiegsfavoriten der Liga hätte der Startschuss für eine erfolgreiche Saison werden können. Es kam allerdings ganz anders. Der SV Brünen verlor anschließend fünf Spiele in Serie. In den darauffolgenden fünf Partien holten die Brüner zwar immerhin vier Unentschieden. Letztlich blieben sie aber ganze zehn Spiele lang ohne einen dreifachen Punktgewinn. „Da war dann klar, dass es erst mal gegen den Abstieg geht“, sagt Özbek.

Am zwölften Spieltag brach das Team von Aycin Özbek dann den Bann. Dem 3:0-Erfolg gegen die DJK Barlo folgten zwei weitere Siege gegen GW Vardingholt (3:0) und Borussia Bocholt (4:0). Zuletzt setzte es dann aber wieder Niederlagen gegen den Nachbarn GW Lankern (3:6) und Spitzenreiter DJK Stenern (2:3). „Die Partie gegen Lankern war extrem wichtig. Die hätten wir nicht verlieren dürfen“, so Özbek. Die Lankerner stehen in der Tabelle derzeit einen Platz über dem SV Brünen. Dass in dieser Saison nichts anderes zählt als der Liga-Verbleib, ist allen Beteiligten in Brünen klar.

Dennoch denkt Aycin Özbek schon etwas weiter als nur bis zum Rückrunden-Auftakt. Nach guten Gesprächen mit dem Vorstand hat er bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben. Die Spieler hatten sich zuvor ausdrücklich für den Verbleib des Trainers ausgesprochen. „Es kommen tolle Talente aus der A-Jugend hoch. Da freue ich mich schon drauf“, sagt der Coach, der in der Pause einen neuen Torwart verpflichtet hat. Yannik Brand wechselt vom Bezirksligisten Hamminkelner SV und ist ab sofort die neue Nummer eins zwischen den Pfosten.

Mehr von RP ONLINE