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Fußball: SV Bislich überzeugt nur eine Halbzeit lang

Fußball : SV Bislich überzeugt nur eine Halbzeit lang

Martin Otto, der den beruflich verhinderten Thomas Ridder gestern Abend vertrat, war mit der Leistung seiner Schützlinge überhaupt nicht einverstanden. "Wenn wir uns so am Sonntag im Finale präsentieren, brauchen wir eigentlich gar nicht auflaufen", sagte der Co-Trainer des SV Bislich nach dem 4:0 (4:0)-Sieg seiner Mannschaft im ersten Halbfinale über den SuS Wesel-Nord.

Den Co-Trainer ärgerte vor allem die dürftige Vorstellung des Bezirksligisten in der zweiten Halbzeit. "Wir spielen zwei Klassen höher als der Gegner. Das konnte ich aber nach der Pause nicht mehr erkennen", kritisierte er. Nachdem der SV Bislich bereits zur Pause mit 4:0 in Front gelegen hatte, ließ er die Zügel etwas schweifen, so dass der Gastgeber nach dem Seitenwechsel einigermaßen mithalten konnte. "Ich hatte sogar den Eindruck, dass wir einem Tor in der zweiten Halbzeit näher waren", sagte SuS-Spielertrainer Michael Tyrann. Der Coach war aber auch so mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben uns mehr als gut verkauft", meinte er.

Am verdienten Sieg des SV Bislich gab es aber dennoch nie einen Zweifel. Ferhat Isik brachte den Favoriten bereits in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Zehn Minuten später erhöhte Dennis Sengbusch auf 2:0. Der Stürmer, der gerade erst von einer Verletzung wiedergenesen ist, ließ vor der Pause sogar noch die Treffer zum 3:0 (34.) und 4:0 (40., Foulelfmeter) folgen und setzte sich somit mit fünf Treffern erst einmal deutlich an die Spitze des Torjäger-Pokals, der auch in diesem Jahr von der RP verliehen wird.

SV Bislich: Sextro - Lindemann (41. Prison), Kerzel, Boland, Samhal, Iyice, Isik, Lantermann, Floris (41. Schulz), Sengbusch, Prietzel (75. Cetinkaya).

SuS Wesel-Nord: Scholten - Havlas, E. Tagay, den Brock, Klappach, Tyrann, Higeist, Winkler, H. Tagay, Greupner, Jansen.

(RP)