1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel
  4. Sport

Fußball: SV Bislich gibt grünes Licht für Bau der neuen Sportanlage

Fußball : SV Bislich gibt grünes Licht für Bau der neuen Sportanlage

Mitglieder stimmen Vertrag zwischen Stadt und Verein zu. Der Club baut 280 000 Euro teuren Versammlungsraum in Eigenregie.

Die schier unendliche Geschichte um die neue Sportanlage des SV Bislich neigt sich dem Ende zu. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend stimmten 89 anwesende Mitglieder nicht nur dem Vertrag einstimmig zu, den Stadt und Verein für den Bau des 1,15 Millionen Euro teuren Projekts mit Kunstrasenfeld, Umkleidegebäude, Parkplätzen und Lärmschutzwall am Feldwicker Weg vereinbart haben. Sie gaben auch grünes Licht für den Bau eines Versammlungsraums, damit das Umkleidegebäude zum Clubheim wird.

"Wir sind erleichtert, dass es endlich losgeht. Es soll ein Sportplatz werden, mit dem sich jeder Bislicher identifizieren kann", sagte Vorsitzender Hans-Peter Faerber. Jetzt ist die Politik am Zug. Der Rat soll am Dienstag, 8. April, den Beschluss für den Bau der Anlage fassen.

Rund 280 000 Euro muss der SV Bislich für den Versammlungsraum investieren, für den es keine Mittel von der Stadt gibt. 110 000 Euro will er mit Muskelkraft stemmen. Das Finanzierungsmodell für die verbleibenden 170 000 Euro fußt auf drei Säulen. "Da ist jedes Mitglied gefordert", sagte Geschäftsführer Tobias Engels. Der Verein hat ein Spendenkonto eingerichtet. Er bietet Patenschaften für Felder auf dem neuen Kunstrasen an. Zudem gründet der SV Bislich einen "Premium Club 100". Die Mitgliedschaft läuft über zehn Jahre und kostet zehn Euro im Monat. Falls bis zum geplanten Baubeginn in drei Monaten noch Gelder fehlen, soll ein Darlehen aufgenommen werden.

  • Düsseldorf-Süd : BV gibt 280.000 Euro für 13 Bau-Maßnahmen
  • Die lange Pause ist vorbei.
    Vorfreude auf die ersten Ballwechsel : Aufschlag zur neuen Tischtennis-Saison
  • Abwehrchef Jordi van Kerkhof (rechts) erzielte
    Fußball-Landesliga :  Jason Olschewski hält den Erfolg für die SGE fest

Sportdezernent Dirk Haarmann präsentierte bei dem Treffen den Vertrag zwischen der Stadt, die als Bauherr auftritt, und dem Verein. Dort ist geregelt, wer welche Arbeiten übernimmt. Ab Juni soll der Lärmschutzwall errichtet werden. Nach Ende der laufenden Fußball-Saison soll der Bau des Kunstrasens und des Umkleidegebäudes folgen, damit der SV Bislich im Winter dort mit den Innenarbeiten starten kann. Die erledigt der Club größtenteils selbst. "Es waren intensive und sehr konstruktive Gespräche mit dem SV Bislich", lobte Haarmann.

Bei den Wahlen erhielt Vorsitzender Hans-Peter Faerber erneut das Vertrauen. Auch Geschäftsführer Tobias Engels wurde für zwei Jahre im Amt bestätigt. Matthias Boland bleibt Sozialwart. Die Zahl der Mitglieder blieb mit 587 konstant. Bruno Gerwers wurde für 65-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Theo Bohländer, Peter Giesen, Theo Peters und Josef Wissing sind seit 50 Jahren dabei.

(stgi)