Lokalsport: SV Bislich fehlt noch die Konstanz

Lokalsport: SV Bislich fehlt noch die Konstanz

Fußball-Kreisliga A: Der Bezirksliga-Absteiger ist mit dem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden. Das Team steht nach der Hälfte der Saison auf Platz zehn. Die Stammspieler haben bereits für die kommende Saison zugesagt.

Knapp ein Jahr ist es her, dass Bernd Pagojus das Traineramt beim SV Bislich übernommen hat. Damals kämpfte der SVB noch um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Den verpasste er bekanntlich im letzten Saisonspiel beim 0:2 im Abstiegsfinale gegen den Hamminkelner SV. Aber Pagojus machte weiter. Und stellte ein neues Team zusammen. Der Übungsleiter holte Talente nach Bislich, mit denen er teilweise schon als Jugend-Coach zusammengearbeitet hatte. Der Wiederaufstieg war kein Thema. Und wird es auch in der nächsten Saison nicht sein. "Wir wollen uns in der Liga etablieren", sagt der Trainer, der auch nach dieser Spielzeit beim SV Bislich an der Linie stehen wird. Vor dem Übungsleiter liegt viel Arbeit. Nach 15 Saisonpartien steht der SVB mit 20 Zählern auf dem zehnten Rang. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz im Kreisliga-Oberhaus beträgt zwölf Punkte.

Der A-Ligist hat eigentlich ganz andere Ziele als den Klassenerhalt. "Wir wollen weiter nach oben. Deswegen werden wir nach der Winterpause noch einmal angreifen", sagt Pagojus, der zugibt: "Ich habe etwas mehr erwartet. Zufrieden bin ich mit der Ausbeute nicht." Er weiß jedoch, dass das nur durchschnittliche Abschneiden keine große Überraschung ist. Denn fünf erfahrene Stammkräfte haben den Club nach dem Bezirksliga-Abstieg verlassen. Sechs Youngster holte Bernd Pagojus nach Bislich. Junge Spieler, die Talent, aber wenig Erfahrung mitbrachten. Der Altersdurchschnitt des Teams beträgt nur 23 Jahre.

"Mir war klar, dass es Zeit brauchen würde. Die Mannschaft musste sich erst einmal finden und zusammenwachsen", so Pagojus. Diesen Prozess sieht der Übungsleiter mittlerweile als abgeschlossen an. Die Formkurve zeigt für Bernd Pagojus nach oben. Nachhaltig überzeugt hat sein Team aber noch nicht. "Es fehlt die Konstanz", sagt der Coach: "Wir haben uns in einigen Sachen gesteigert, aber auch immer wieder Schwächen gezeigt."

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Aus den ersten acht Partien holte der SVB magere sieben Punkte. "Die Jungs mussten erst begreifen, dass in dieser Liga gekämpft und gearbeitet wird. Die Einstellung ist entscheidend", sagt Pagojus. Das Team, das bereits 32 Gegentore kassiert hat, offenbarte vor allem bei gegnerischen Standardsituationen eklatante Schwächen. Daran hat der SV Bislich gearbeitet. Auch die taktische Ausrichtung stimmte zunächst nicht. Vor allem im Defensivbereich hatte der Absteiger einige Probleme. "Mittlerweile haben wir ein System gefunden, das funktioniert. Die Spielaufteilung hat sich deutlich verbessert", so der Trainer. Sein Team agiert jetzt mit einer Doppelspitze. "Wir haben großes Offensivpotenzial, das wir ausschöpfen müssen", sagt Pagojus.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei Torjäger Hasan Hamzaoglu, der zuletzt immer besser in Tritt gekommen ist. Zwölf der 27 Bislicher Treffer gehen auf das Konto des quirligen Angreifers. "Hasan konnte anfangs nicht immer trainieren. Jetzt ist er super in Form und ein enorm wichtiger Spieler für uns", sagt Pagojus. Hamzaoglu will auch in der nächsten Saison für den SVB kicken. "Alle Stammspieler haben zugesagt", sagt Pagojus, der sein Team in der Winterpause verstärken will. Denn der Coach hat mit dem SV Bislich noch einiges vor.

(RP)