Springreiterin Vanessa Borgmann bereitet sich auf Gahlen 2019 vor.

Reitsport : Borgmann und der Traum vom Stechen

Die Springreiterin des RV Brünen würde zu gerne ihren Erfolg vor drei Jahren, als sie im Großen Preis das Stechen erreichte, wiederholen. Die Vorbereitung für Gahlen 2019 läuft bei der 26-Jährigen jedenfalls auf Hochtouren.

Die erste Trainingseinheit liegt hinter Vanessa Borgmann. Caspar, C’est Bon und Candy Crush hat die Springreiterin des RV Jagdfalke Brünen am Vormittag bewegt, zwei davon auch schon mit Blick auf den ersten Höhepunkt des Jahres 2019, das hochkarätig besetzte Turnier des RV Lippe-Bruch Gahlen (4. bis 6. Januar). Am Mittag geht es mit Coco Snuss noch zum Trainingsspringen nach Xanten. Eine Woche vor dem ersten Start in der Reithalle an der Nierleistraße in Dorsten-Östrich befindet sich die 26-Jährige längst in der heißen Phase der Vorbereitung. Den zwölfjährigen Wallach Caspar wird sie auch beim „Großen Preis von Gahlen“ satteln, einem Drei-Sterne-Springen der Klasse S.

Vor knapp drei Jahren hatte die Amazone die beste Platzierung bei diesem Highlight des Gahlener Turniers erreicht. Als Vierte blieb sie im Normalumlauf und im Stechen fehlerfrei. Anfang dieses Jahres verhinderte ein Abwurf, in der entscheidenden Runde dabei zu sein. Und 2019? „Ein Fehler passiert natürlich schnell“, sagt Borgmann, „es wäre natürlich schön, mal wieder ins Stechen zu kommen.“ Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall gegeben. „Die Pferde sind gesund und ich bin es auch wieder.“

„Auch wieder“ bezieht sich dabei auf ein Malheur, das Vanessa Borgmanns Start beim Turnier Mitte Dezember in Wickrath verhinderte. Bei einem Trainingsritt mit Candy Crush war die Jagdfalke-Reiterin gestürzt. Borgmann zog sich eine Hüft-und Beckenprellung zu, musste eine gut einwöchige Pause einlegen. So liegt ihr letztes Turnier auch schon ein wenig zurück, im November im niederländischen Kronenberg auf der Anlage de Peelbergen war sie mit Caspar, C’est Bon und Candy Crush am Start. Caspar und C’est Bon begleiten die Amazone auch zum Turnier des RV Lippe-Bruch Gahlen. Candy Crush sei dafür noch ein wenig zu unerfahren. Mit Caspar greift Vanessa Borgmann am Freitagabend in der Zwei-Sterne-Prüfung der Klasse S ins Geschehen ein. Und dies bei einer Veranstaltung, die für die 26-Jährige schon ein wenig mehr als andere Turniere bedeutet. „Ich freue mich immer auf Gahlen, da es ja praktisch auch ein Heimspiel für mich ist.“

Beim „Großen Preis von Gahlen“ könnte es für Vanessa Borgmann auch ein Wiedersehen geben. Denn ihr Pferd Lucky Luck, das seit etwa drei Monaten unter dem Sattel des Vereinskollegen Frank Brücker geht, ist ein Kandidat für die schwierigste der insgesamt 16 Prüfungen von Gahlen 2019. Die Entscheidung fällt letztlich zwischen eben Lucky Luck und API Largo, der schon mehrfach in dem Drei-Sterne-Springen mit von der Partie war. „Das Stechen habe ich leider noch nie erreicht“, sagt der 30-Jährige. Im Januar wird API Largo bereits 18 Jahre alt. „Aber er ist immer noch sehr gut drauf“, so Brücker.

Bis jetzt noch nicht in den Teilnehmerlisten tauchen die Schwestern Miriam und Carolin Zell auf. „Meine Töchter haben vergessen, zu nennen. Da hat die eine sich auf die andere verlassen“, sagt Vater Torsten Zell. Er geht jedoch davon aus, dass noch nachgemeldet wird. „Aber für eine Teilnahme am Großen Preis kommt keine der beiden infrage“, so Torsten Zell. Die Zell-Schwestern starten ab 2019 nicht mehr für den RV Jagdfalke Brünen, sondern für den RV Wodan Damm.

Als einziger Lokalmatador des RV Lippe-Bruch Gahlen ist Martin Sterzenbach häufiger Starter beim „Großen Preis von Gahlen“. Ob es auch diesmal klappt, weiß der 55-Jährige allerdings noch nicht. „Im Stall grassieren seit der vergangenen Woche Husten und Fieber“, erklärt Sterzenbach das große Fragezeichen hinter seinem Auftritt. Einige Vierbeiner befinden sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Darunter auch Balougraf, mit dem sich Martin Sterzenbach eine Teilnahme am „Großen Preis von Gahlen“ gut vorstellen kann.

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