Handball: Sorgen der HSG Wesel werden immer größer

Handball : Sorgen der HSG Wesel werden immer größer

Der Verbandsligist hat einen Fehlstart hingelegt und vor der Partie beim TV Vorst Personalprobleme.

Der Druck nimmt langsam, aber sicher zu. Nachdem Handball-Verbandsligist HSG Wesel mit drei Niederlagen aus den ersten drei Saisonspielen einen klassischen Fehlstart hingelegt hat, steckt der Klub bereits mitten im Kampf um den Klassenverbleib. Am Samstag, 19.30 Uhr, tritt das Team von Trainer Jan Mittelsdorf beim TV Vorst an und startet dort den nächsten Versuch, die ersten Punkte einzufahren. Gelingt dies nicht, steckt der Oberliga-Absteiger erst einmal im Tabellenkeller fest. „Meine Mannschaft hat alles andere als einen Traumstart hingelegt. Insofern wissen wir um die Bedeutung des Spiels und wollen endlich anfangen, Erfolgserlebnisse zu sammeln”, sagt der Coach.

Die HSG tut sich schwer, nach dem Abstieg und dem damit verbundenen personellen Aderlass in die Saison zu finden. Dabei ist nach den zuletzt eher dürftigen Leistungen, eine Ausnahme bildete lediglich das jüngste Heimspiel, Wiedergutmachung angesagt. Einfach wird die Aufgabe aber nicht. Der Gastgeber muss sich nach einem Umbruch zwar auch erst finden, verzeichnete aber bereits einen Saisonsieg. „Da müssen wir erst einmal hinkommen”, sagt Mittelsdorf. Zudem ist der TV Vorst seit vielen Jahren eine Konstante in der Verbandsliga und in seiner kleinen, engen Halle, in der meist eine hitzige Atmosphäre herrscht, immer zu beachten. Dennoch gibt sich der HSG-Trainer optimistisch: „In Normalform ist das ein Team, das wir schlagen können. Aber nur, wenn wir an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen und meine Spieler ihr Potenzial zu 110 Prozent abrufen.”

Mehr und mehr wird aber die Kadergröße der HSG ein Thema. Bei nur zwölf Akteuren darf nicht viel passieren. Am Samstag wird aber erneut Kreisläufer Nedim Pobric fehlen, nachdem er wegen einer Schiedsrichterbeleidigung die Blaue Karte gesehen hatte und damit in Vorst gesperrt ist. Und es gibt weitere schlechte Nachrichten. Philipp Müngersdorf und Florian Jacobi trainierten wegen einer Grippeerkrankung in dieser Woche ebenso wenig nicht wie Jörn Hauenstein, der an einer Schulterverletzung laboriert. Alle drei sind für das Spiel am Samstag mindestens fraglich. „Es geht nun darum, diese Spieler bis zum Wochenende wieder zum Laufen zu bringen. Wir müssen schauen, dass wir eine Mannschaft hinstellen, die so funktioniert, dass sie in dieser Liga Erfolg haben kann”, so Mittelsdorf.

(beck)
Mehr von RP ONLINE