Sieg und Niederlage für Volleyball-Zweitligist BW Dingden.

Volleyball : BW Dingden erfüllt die Pflicht, muss aber weiter bangen

In der Zweiten Bundesliga der Damen siegt die Mannschaft erwartungsgemäß beim Schlusslicht Schwerin mit 3:0, unterliegt aber beim direkten Konkurrenten Berlin mit 0:3. Das Zittern um den Klassenerhalt geht weiter.

BW Dingden hat es verpasst, sich in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der Damen entscheidend von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die Mannschaft legte am Doppelspieltag mit dem 3:0 (25:15, 27:25, 25:22) gegen das Schlusslicht VCO Schwerin zwar gut vor, ging einen Tag später beim Abstiegskonkurrenten RBP Berlin aber leer aus. In der Hauptstadt kassierten die Blau-Weißen eine glatte 0:3 (25:27, 19:25, 19:25)-Niederlage und schafften es so nicht, dem Ziel Klassenerhalt an diesem Wochenende einen richtig großen Schritt näher zu kommen.

BWD-Trainer Olaf Betting war mit der Ausbeute dennoch nicht völlig unzufrieden: „Die Punkte gegen Schwerin mussten wir holen. Gegen Berlin war einfach nicht mehr drin. So ehrlich muss man sein.“ Knackpunkt der gestrigen Partie bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Berlinerinnen war für Olaf Betting der verlorene erste Satz. In der Schlussphase schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Gäste hatten am Ende sogar die Chance, den Durchgang für sich zu entscheiden, vergaben jedoch den Satzball.

In der Folge wehrten die Blau-Weißen zwar noch einige Satzbälle des Gegners ab, mussten sich am Ende aber dennoch mit 25:27 geschlagen geben. „Wenn wir den Satz zumachen, verläuft die Partie wahrscheinlich anders. Aber so hat Berlin den Schwung mitgenommen“, sagte der BWD-Übungsleiter. Die Dingdenerinnen erholten sich von dem missglückten Start nicht wirklich und waren sowohl im zweiten, als auch im dritten Abschnitt klar unterlegen. RBP Berlin entschied beide Durchgänge mit 25:19 für sich. Vor allem gegen den Block des Gastgebers fanden die Schützlinge des Trainergespanns Betting und Michael Kindermann kein Mittel. Auch die Wechsel, die das Duo vornahm, zeigten im Gegensatz zu den letzten Begegnungen nicht die erhoffte Wirkung.

Betting und Kindermann brachten im dritten Satz unter anderem Ann-Christin Schmitt ins Spiel, die eigentlich für die Zweitvertretung aufläuft. Der Gegner zog seine Linie jedoch konsequent durch und ließ die Gäste nicht mehr ins Spiel kommen. „Wir haben alles versucht, waren aber unterlegen. Der Gegner war besser und hat vollkommen verdient gewonnen“, so Betting.

Im Auswärtsspiel beim bereits als Absteiger feststehenden VCO Schwerin hatten die Dingdenerinnen das Glück noch auf ihrer Seite. In einem umkämpften zweiten Satz setzten sich die Blau-Weißen knapp mit 27:25 durch und behielten anschließend auch im dritten Durchgang die Oberhand. „Wenn wir den zweiten Satz verloren hätten, wäre die Begegnung womöglich noch gekippt“, sagte Betting, dessen Team im ersten Abschnitt noch klar den Ton angegeben hatte. „Insgesamt war das aber eine ordentliche Leistung. Denn im Vergleich zum Hinspiel hat sich Schwerin deutlich verbessert gezeigt“, sagte der Dingdener Übungsleiter.

Die Dingenderinnen stehen nun nach diesem Doppelspieltag zwar auf dem siebten Tabellenplatz und haben den Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den derzeit VT Hamburg einnimmt, sogar auf sechs Zähler ausgebaut. Allerdings haben die Hamburgerinnen auch eine Partie weniger ausgetragen als die Blau-Weißen. „Natürlich hätten wir den Vorsprung nur allzu gerne noch weiter ausgebaut. Letztlich haben wir unsere Pflicht an diesem Wochenende aber erfüllt“, sagte Olaf Betting.

(fp)
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