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Fußball: Schlebach hat große Lust auf den SVS

Fußball : Schlebach hat große Lust auf den SVS

Neuer Coach des SV Schermbeck geht seine Aufgabe mit viel Euphorie an. Zum Debüt geht's morgen zum Delbrücker SC.

Christoph Schlebach ist bereit für neue Taten. Der Fußball-Trainer, der im Mai beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld beurlaubt worden war, wollte eigentlich eine etwas längere Pause einlegen. Denn die Entlassung hatte ihn schwer getroffen. "Ich habe mit dem Verein den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Die Entlassung kam dann für mich sehr überraschend. Ich war sehr enttäuscht darüber", sagt Schlebach. Er wird jetzt aber viel schneller als erwartet wieder an der Seitenlinie stehen. Schon morgen, wenn er mit dem SV Schermbeck in der Westfalenliga beim Delbrücker SC antritt.

Den SVS bezeichnet Schlebach als "Herzensangelegenheit". Deshalb war er auch bereit, nach dem überraschenden Rücktritt von Holger Aden sofort einsteigen. "Ich habe hier viele Jahre meiner Karriere als Spieler verbracht und kenne noch jede Menge Leute rund um den Verein. Ich habe große Lust auf den SV Schermbeck", sagt der Coach, der am Donnerstagabend seine erste Einheit und am gestrigen Freitag das Abschlusstraining leitete. "Viel bewegen konnte ich natürlich jetzt noch nicht. Es geht für mich in erster Linie darum, alle Spieler kennenzulernen. Das wird mir aber schnell gelingen, denn ungefähr die Hälfte kenne ich noch von früher. Trotzdem werde ich mich noch mit meinem Co-Trainer Kenan Osma über jeden Einzelnen unterhalten. Er kennt das Team schließlich besser als ich", sagt Christoph Schlebach.

Er verschaffte sich bereits am vergangenen Sonntag beim 3:0-Erfolg des SVS im Heimspiel gegen die SpVgg Vreden einen ersten Eindruck über den Zustand seiner neuen Mannschaft. Und Schlebach hat durchaus gefallen, was er dort zu sehen bekam. "Das Team hat gut gespielt, gewonnen und kein Gegentor kassiert. Es gibt für mich also kein Grund, gleich im ersten Spiel fünf Änderungen vorzunehmen." Schlebach war es beim Trainingsauftakt vor allem wichtig, die Spieler über seine Vorstellungen vom Fußball zu informieren. Denn die gehen in eine klare Richtung. "Ich möchte nach vorne spielen. Mauern, gibt es bei mir nicht. Ich war selbst ein Spieler, der immer offensiv gedacht hat. Und diese Philosophie verfolge ich auch als Trainer", sagt Schlebach.

Holger Aden wollte mit dem SV Schermbeck gleich den Wiederaufstieg in die Oberliga Westfalen schaffen. Für seinen Nachfolger ist das allerdings kein Muss. "Wir haben keinen Druck. Der Verein hat im Sommer einen nötigen Umbruch vollzogen und viele junge und charakterstarke Spieler geholt. Mein Ziel ist es, in zwei oder drei Jahren wieder richtig anzugreifen und dann um den Aufstieg mitzuspielen", sagt Schlebach.

Über den Delbrücker SC weiß der neue Coach nur wenig. "Ich habe vor zehn Jahren einmal mit dem SVS gegen diesen Gegner in der Oberliga gespielt. Das sagt aber natürlich nichts mehr aus. Ich habe mir deshalb Informationen besorgt. Delbrück soll sich enorm verstärkt haben und bereits in dieser Spielzeit ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollen", sagt Christoph Schlebach.

(RP)