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Lokalsport: Rolf Sent muss bei Fortuna Millingen mit einem kleinen Kader arbeiten

Lokalsport : Rolf Sent muss bei Fortuna Millingen mit einem kleinen Kader arbeiten

Rolf Sent sitzt entspannt auf einer Holzbank vor dem Kabinentrakt auf der Anlage an der Bruchstraße. Die Tür zur Umkleidekabine geht auf. Die ersten beiden Spieler von Fortuna Millingen haben sich einen Ball geschnappt und beginnen zu kicken. Dabei beginnt das Training erst in 20 Minuten. Diese Einstellung imponiert dem erfahrenen Übungsleiter des Fußball-A-Ligisten. Wobei der 52-Jährige so lange im Geschäft ist, dass er in diesen Bereichen auch Veränderungen wahrgenommen hat. "Die Einstellung zum Sport ist eine andere geworden", sagt er. "Die Situation ist einfach so, damit muss man umgehen."

2100 Meter liegen die Anlagen von BW Bienen und Fortuna Millingen auseinander. Sent, der Ur-Bienener, hat sich in Millingen gut eingelebt, wie er sagt. Für etwaige Animositäten zwischen den beiden Dorfclubs hat er eh kein Verständnis. "Ich hege gegen keinen Verein einen Groll", sagt der Coach.

Die Vorbereitung verlief vielversprechend, obwohl Sent in einigen Testpartien kaum Auswechselspieler zur Verfügung standen. Überhaupt ist die Quantität das große Manko. Gerade einmal 18 Akteure stehen im Kader des A-Ligisten. Deshalb soll im Laufe der Saison versucht werden, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ins Team zu integrieren. Auch Akteure aus der zweiten Mannschaft, die in die Kreisliga B aufgestiegen ist, sollen einspringen. In der Vorbereitung hat Rolf Sent schon auf Mathias Hidde, Lukas van Ackeren, Steffen Bunjor und Frederic Jakobi zurückgegriffen. "Sie haben ihre Sache absolut gut gemacht, als sie ausgeholfen haben", lobt Sent.

Das Team hat sein Gesicht kaum verändert. Thorsten Flanz ist der einzige Abgang. Dem stehen nur zwei Neuzugänge gegenüber. Zum einen kommt in Bernd Bosmann ein Akteur, der unter Rolf Sent lange bei BW Bienen trainiert hat und dementsprechend auch schon über Bezirksliga-Erfahrung verfügt. "Er macht das, was er kann, und das immer zu hundert Prozent", sagt der Coach.

Vom SV Rees wechselt Mohamed Camara nach Millingen. Der 20-jährige Angreifer, der aus der Republik Guinea stammt, ist eine willkommene Verstärkung für die Offensive. Er gibt dem Coach die Möglichkeit, das Spielsystem zu verändern, da Camara als Ergänzung beziehungsweise Alternative zum ansonsten einzigen Stürmer Jan-Peter Eyting eingesetzt werden kann. Eine konkrete Platzierung als Saisonziel hat Sent nicht ausgegeben. Wichtig sei es, möglichst früh den Klassenerhalt perfekt zu machen.

(tt)