Lokalsport: Renault plant weitere Updates in Ungarn

Lokalsport : Renault plant weitere Updates in Ungarn

Formel 1: Silverstone könnte die Wende zum Besseren für Hülkenberg und das französische Werksteam gewesen sein.

Die Trendwende scheint geschafft zu sein. Bislang konnte Renault nur im Qualifying teilweise mit der Konkurrenz mithalten. Doch beim Großen Preis von Großbritannien stimmte erstmals auch die Rennpace. Das französische Werksteam hatte etliche aerodynamische Verbesserungen mit nach Silverstone gebracht, die sich auszahlten.

"Der neue Unterboden ist Grundlage für alle weiteren Entwicklungsschritte", sagte Renault-Boss Cyril Abiteboul zu Autosport.com. Er kündigte weitere Updates für die nächsten Wochen an. "Wir haben noch eine Reihe weiterer guter Dinge in der Pipeline, die ab Budapest eingesetzt werden." Neben dem neuen Unterboden hatte das Werksteam auch neue Leitbleche vor dem Seitenkasten angebracht. "Damit erzielen wir auf eine andere Art Abtrieb", sagt Renault-Einsatzleiter Alan Permane. "Das wirkt sich positiv auf den Reifenabbau aus." Denn gerade der Reifenverschleiß machte zuvor Sorgen. Nun ist es möglich, den Frontflügel mehr anzustellen, ohne Abtrieb zu verlieren. "Wir müssen jetzt abwarten, ob sich dieser Eindruck auch auf anderen Strecken bestätigt", so Permane.

Angeblich soll beim nächsten Rennen in Budapest auch noch ein neuer Frontflügel am Renault montiert werden. Der sechste Platz in Silverstone und Startposition fünf nach dem Qualifying von Nico Hülkenberg ließen dann auch die direkten Konkurrenten aufhorchen. Günther Steiner, Teamchef von Haas, sprach zwar nach dem dritten Training noch von einem Hülkenberg-Faktor, der die guten Zeiten ermöglichte. Andererseits wurde nach dem Grand Prix im Paddock deutlich, dass viele Renault nun auf der Rechnung haben. Williams, Toro Rosso und Haas sind in der Konstrukteurs-Wertung für die Franzosen noch in greifbarer Nähe.

Vor allem, weil nicht klar ist, ob diese drei Rennställe ihre Boliden in der laufenden Saison noch weiterentwickeln können. Die Ressourcen des Werksteams Renault sind hier eindeutig höher. "Es passieren derzeit ermutigende Dinge", sagte Hülkenberg schon vor dem Rennen in Spielberg.

Allerdings bildet der Emmericher nach wie vor ein Ein-Mann-Team. Jolyon Palmer konnte zwar für seinen Ausfall in Silverstone nichts (Hydraulikleck), aber die Gerüchteküche brodelt weiter. Angeblich habe Cyril Abiteboul dem Briten vor seinem Heimrennen in Silverstone versichert, dass er weiter für Renault fahren wird. Aber auch der Name Carlos Sainz wird bei den Franzosen gehandelt - ebenso wie Robert Kubica, der vergangene Woche für Renault testete.

(RP)
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