Lokalsport: Renault greift mit einem neuen Boliden an

Lokalsport : Renault greift mit einem neuen Boliden an

Formel 1: Gestern hat das Werksteam die Wagen für die Saison 2018 vorgestellt. Pilot Nico Hülkenberg ist mit dem Ergebnis zufrieden.-

Renault hat gestern seinen Boliden für die Formel-1-Saison 2018 vorgestellt. Der R.S.18 ist 733 Kilogramm schwer und 5,48 Meter lang. Angetrieben wird er von einem Motor mit mehr als 950 PS - bei der Leistung machte das französische Werksteam, das ehrgeizige Ziele hat, allerdings keine genauen Angaben.

Die Lackierung ist deutlicher getrennt. Während die Seitenkästen in Schwarz gehalten sind, dominiert bei der Frontansicht die Farbe Gelb. Insgesamt wirkt der Wagen aggressiver als sein Vorgängermodell. Diesen Eindruck kann auch der Sicherheitsbügel Halo nicht mindern, der von vielen Fans kategorisch abgelehnt wird. Neben Halo fällt auf den ersten Blick auf, dass durch die mittlerweile verbotenen Heckflossen der hintere Teil des Boliden nun harmonischer wirkt. Renault scheint allerdings aerodynamische Teile weiter unten in Richtung des Diffusors montiert zu haben.

"Im Moment fühlt es sich so an, als ob ich seit einer Ewigkeit kein Rennen mehr gefahren habe", sagte Nico Hülkenberg bei der Präsentation des Wagens. "Als ich die Fabrik unseres Rennstalls in Enstone besucht und die Entwicklung des Renault R.S.18 gesehen habe, stieg bei mir die Vorfreude auf die Saison. Ich mag auch den neuen Look des R.S.18."

Einen zusätzlichen Motivationsschub habe er erhalten, so der Emmericher, als positive Nachrichten aus Viry kamen. In der französischen Stadt entwickelt Renault den neuen Motor. "Alles ist im Moment sehr positiv. Es kommen spannende Zeiten auf uns zu", sagte Hülkenberg, der in seine zweite Saison bei Renault geht.

Logischerweise möchte der 30-Jährige in diesem Jahr besser abschneiden als in seiner Premierensaison. "2017 war eine Eingewöhnungsphase, jetzt will ich richtig loslegen", sagt der Emmericher. "Ich habe ein gutes Gefühl. Wir haben über den Winter eine Menge Arbeit investiert und normalerweise zahlt sich harte Arbeit aus. Ich bin in jedem Fall bereit. Setzt mich einfach ins Auto."

Nico Hülkenberg ändert im Übrigen auch das Design seines Helms für die neue Saison. Während im vergangenen 2017 noch Rot dominierte, ist jetzt die eher minimalistische Lackierung ans Auto angepasst worden. Der markante Hulk-Schriftzug darf allerdings erneut nicht fehlen.

Cyril Abiteboul, Sportchef des französischen Werksteams, umriss die Ziele für die neue Saison. "Wir wollen einen kontinuierlichen Fortschritt bei unseren Resultaten erzielen", sagt er. "Eben dieser Fortschritt soll sich in allen Bereichen zeigen: Antriebseinheit, Chassis, Organisation und Fahrer. Einfach alles muss sich verbessern und wir wollen auch weiter wachsen."

Genau dieser Umstand gefällt auch Nico Hülkenberg. "Mittlerweile stehen mehr Gebäude in Enstone. Das Team wächst. Und für mich ist es eine prima Erfahrung, Teil dieses Wachstumsprozesses zu sein. Die Fabrikgebäude wurden erneuert. Alles läuft aktuell in die richtige Richtung und das in einer angemessenen Geschwindigkeit", sagt der Emmericher.

(RP)
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