Relegation BW Dingden vor dem entscheidenden Spiel bei TuB Bocholt

Fußball : BW Dingden will „Super-Saison“ krönen

Der Club kann am Mittwoch im entscheidenden Spiel der Relegation bei TuB Bocholt zum dritten Mal in seiner fast 100-jährigen Geschichte den Aufstieg in die Landesliga schaffen. Er wäre schon bei einem Remis am Ziel.

Die Fußball-Abteilung von Blau-Weiß Dingden hat sich vor fünf Jahren, als es für die erste Mannschaft noch in der Kreisliga A um Punkte ging, ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. 2020, wenn der Verein sein 100-jähriges Bestehen feiert, sollte das Team in der Landesliga auflaufen. Trainer Dirk Juch und seine Kicker sind auf dem besten Weg, das Ziel sogar vorzeitig zu erreichen. Schließlich wären sie ja auch noch im Zeitplan, wenn der große Wurf erst in der kommenden Spielzeit gelingen würde. „Doch wer weiß, ob die Chance, es zu schaffen, dann noch einmal so groß sein wird“, sagt Rainer Ahlers, Vorstandsmitglied der Fußball-Abteilung.

Denn nach dem hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg vor 1100 Zuschauern am Pfingstsonntag gegen den VfB Hilden II hat der Vizemeister der Gruppe vier eine prima Ausgangsposition für das letzte Spiel der Relegationsrunde, das am Mittwoch, 19.30 Uhr, bei TuB Bocholt steigt. BW Dingden reicht schon ein Remis, um nach 16 Jahren zurück in der Landesliga zu sein. Nachbar TuB, der Zweiter in der Gruppe fünf wurde, muss dagegen gewinnen, weil er zum Auftakt der Relegation nur ein 2:2 gegen Hilden erzielte.

„Wir können eine Super-Saison krönen. Ich bin sehr guten Mutes, dass uns das auch gelingt“, sagt Dirk Juch. Wobei der erfahrene Übungsleiter es nicht als allzu großen Vorteil ansieht, dass BW Dingden schon ein Unentschieden langen würde, um zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Sprung in die Landesliga zu schaffen. „Man kann in so einer Begegnung nicht auf ein Remis gehen. Wir müssen und werden auf Sieg spielen“, so Juch, der die Euphorie nach dem Erfolg gegen Hilden auch schon kurz nach dem Abpfiff gedämpft hatte. „Wir haben noch nichts erreicht“, sagte er seinen Spielern.

Der Coach hofft, dass seine Schützlinge im alles entscheidenden Spiel an die Leistung anknüpfen, die sie in der ersten Halbzeit gegen den VfB Hilden II gezeigt haben. „Da haben wir vieles richtig gemacht, nur nicht genug Tore geschossen“, sagt er. Dass sich BW Dingden nach dem 1:0 durch Kevin Juch (35.) immer mehr in die Defensive drängen ließ, führte der Trainer auch auf die besonderen Umstände der Partie zurück. „Wer einmal selbst Fußball gespielt hat, der weiß, wie groß die Anspannung in solchen Begegnungen ist. Und es ist für meine Mannschaft ja auch nicht der Normalfall, vor so vielen Zuschauern anzutreten.“

Die Kulisse könnte am Mittwoch sogar noch größer sein. Rainer Ahlers rechnet mit bis zu 1500 Zuschauern, wenn die Entscheidung fällt, wer als drittes Team aus dem Fußball-Kreis Rees-Bocholt neben dem PSV Wesel und dem VfL Rhede künftig in der Landesliga aufläuft. „Ich gehe davon aus, dass allein aus Dingden wenigstens 500 Zuschauer kommen werden“, sagt Ahlers. Ein Dorf fiebert mit seinen Fußballern, die so dicht vor dem Ziel sind.

Dirk Juch muss die Mannschaft, die gegen den VfB Hilden II begonnen hat, auf einer Position verändern. Leistungsträger Robin Volmering ist gesperrt, nachdem er am Sonntag die fünfte Gelbe Karte der Saison gesehen hat. Wer für ihn in die Anfangsformation rücken wird, hat Juch noch nicht entschieden. Das wollte er am Dienstagabend mit seinem Trainer-Team besprechen, als die Mannschaft noch eine lockere Übungseinheit absolvierte.

Der Dingdener Coach hat Respekt vor TuB Bocholt. „Der Gegner ist vor allem in der Offensive gut besetzt“, sagt Dirk Juch. „Aber wir sind auch gut.“ Deshalb ist er so zuversichtlich, dass BW Dingden in einem Spiel, „dass zur Nervensache wird und in dem Kleinigkeiten entscheiden werden“ sein großes Ziel erreichen wird.

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