Reiten: Pony-Festival beim RV Gahlen

Reiten: Gahlener Pony-Festival ist erneut ein Erfolg

Mehr als 300 Teilnehmer sind bei der 24. Auflage der Veranstaltung des RV Lippe-Bruch, die bundesweit eines der wenigen Turniere ausschließlich für Ponyreiter ist, am Start. Der Ausrichter zieht ein positives Fazit.

Das letzte Wochenende der Herbstferien stand im Dorstener Ortsteil Östrich wieder einmal ganz im Zeichen des Pferdesports. Der RV Lippe-Bruch Gahlen hatte zur 24. Auflage seines großen Pony-Festivals geladen und durfte sich über weit mehr als 500 Nennungen, rund 450 Starts und mehr als 300 Teilnehmer für die 16 Dressur- und Springprüfungen freuen. Damit wurde das Meldeergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen. Allerdings hatte der RV Lippe-Bruch im vergangenen Jahr erstmals mit einem langen Brauch gebrochen. Um einer Konkurrenzveranstaltung in Legden aus dem Weg zu gehen, fand das Event damals nicht am üblichen Termin statt.

Doch mit der Rückkehr zu alten Traditionen tauchten auch die jungen Pferdesportler wieder auf. Und das zum Teil nach weiter Anreise. Als eines der letzten reinen Pony-Turniere bundesweit erfreut sich die Veranstaltung überregionaler Aufmerksamkeit. Neben zahlreichen Aktiven aus Nordrhein-Westfalen kamen Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, Hessen und auch aus Niedersachsen, die jüngsten waren gerade einmal sechs Jahre alt.

Sie alle erlebten eine gut organisierte Veranstaltung. Unterstützt von rund 50 Helfern gab es Dressur- und Springprüfungen in den Klasse E, L und M. „Wir waren am Ende sehr zufrieden mit dem Turnier”, sagte Christiane Rittmann, Vorsitzende des RV Lippe-Bruch. „Die Teilnehmer haben durchweg tollen Sport geboten. Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass noch ein paar Zuschauer mehr kommen. Der Nachwuchs hätte es verdient.”

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Natürlich war auch der Veranstalter zahlenmäßig stark vertreten. „Wir haben in unserem Verein rund 60 Kinder und Jugendliche”, so Rittmann. „Aber nicht alle betreiben auch Turniersport.” So waren es am Ende zwölf Gahlener Nachwuchsreiter, die an den Start gingen. Und sie konnten einige Schleifen, vor allem in den Einstiegsprüfungen, gewinnen.

Die großen Herausforderungen aber entschieden andere Reiter für sich. Die L-Dressur, der wohl bedeutendste Wettbewerb unter fünf Prüfungen, gewann Lara-Maria Christians aus Marl. Das Mannschaftsspringen, das den Samstag beschloss, ging an den RFV von Driesen Asperden. Im abschließenden Zwei-Sterne-Springen der Klasse M, das Höhepunkt am Sonntag war, siegte Mona-Marie Höwer vom RFV Holthäuser Hof mit fehlerfreier Runde und der Bestzeit.

Einer der Höhepunkte der vergangenen Jahre, das Finale des Nachbarschulte-Pony-Cups, eine Kombination aus Dressur und Springen, stand nicht mehr auf dem Programm. Der ehemalige Clubchef Heiner Nachbarschulte, 81 Jahre alt, seit vielen Jahren Ehrenvorsitzender des RV Lippe-Bruch und Initiator dieses Preises für Nachwuchsreiter, hatte diesen Wettbewerb einst auf 25 Jahre festgelegt – 2017 war das Silberjubiläum. Stattdessen hatten die Besucher am Samstag viel Spaß bei der dafür ins Programm genommen Prüfung Jump and Dog. Dabei bildeten ein Reiter und ein Hundeführer ein Team, das einen Parcours bewältigen musste. „Der Anklang war so groß, dass wir im nächsten Jahr eine Neuauflage planen”, sagte Rittmann.

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