Reiten: Großes Jubiläum beim RV Lippe Bruch

Reiten: Großes Jubiläum beim RV Lippe-Bruch Gahlen

Der Verein richtet vom 4. bis 6. Januar zum 25. Mal  sein Springturnier in der Halle Nierleistraße aus, das Reitsport der Extraklasse garantiert. Bei Gahlen 2019 stehen 16 Prüfungen auf dem Programm – darunter acht Springen der Klasse S.

Der RV Lippe-Bruch Gahlen eröffnet das Sportjahr 2019 traditionell mit Reiten der Extraklasse. Von Freitag, 4. Januar, bis Sonntag, 6. Januar, steigt das große Springturnier Gahlen 2019 in der Halle an der Nierleistraße. Die Veranstaltung findet zum 25. Mal statt. Ein Jubiläum, auf das die Verantwortlichen des größten Reitvereins im Pferdesportverband Rheinland stolz sind. Denn während es für viele Veranstalter immer schwieriger wird, den Ansprüchen der Reiter gerecht zu werden, können sich die Gahlener nicht vor Anfragen retten.

Seit der ersten Stunde genießt das Turnier einen guten Ruf. Aus mehreren Gründen, wie Heiner Nachbarschulte, Ehrenvorsitzender des RV Gahlen und Mitbegründer des Turniers, weiß: „Der Termin ist zum Beispiel ideal.“ Anfang des Jahres gibt es nur wenige Wettkämpfe, vor allem nicht auf dem Niveau, das beim RV Lippe-Bruch angeboten wird: 16 Prüfungen, darunter allein acht der schwierigsten Kategorie S. Auch aus diesem Grund waren schon 1995 bei der ersten Auflage große Namen wie etwa Ludger Beerbaum dabei. „Das spricht sich natürlich herum“, so Nachbarschulte. „Die Leute sagen dann: Wenn Ludger Beerbaum da reitet, dann muss das ja gut sein.“

Bei der Premiere war auch Marcus Ehning am Start, der damals noch zu Beginn seiner bemerkenswerten Karriere war. Er gewann auf Antares den ersten Großen Preis von Gahlen. Das mit 10.000 Euro dotierte Drei-Sterne-Springen der Klasse S, das am Samstagabend stattfinden wird, ist auch diesmal der Höhepunkt der Veranstaltung, die regelmäßig mehr als 8.000 Zuschauer anlockt.

Für die Jubiläums-Ausgabe wird die Halle an der Nierleistraße umgebaut. Die Ehrengasttribüne wird verlegt. Dafür entsteht eine neue zusätzliche Stehplatztribüne für 200 bis 250 Zuschauer. Zudem wird das große Zelt am Eingang der Halle in der Nierleistraße etwas versetzt.

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„Der Verein versucht immer etwas zu verbessern, ob für die Reiter oder die Zuschauer“, sagt Heinrich Impelmann. Auch er ist schon seit dem ersten Turnier dabei. Damals ging er noch selbst als Reiter in den Parcours, heute kommt er als Trainer nach Gahlen. Für die Verantwortlichen des RV Lippe-Bruch hat er lobende Worte: „Ein Kompliment an den Verein, was der hier geschafft hat und immer wieder auf die Beine stellt.“

Dem kann sich Friedrich Witte, Ehrenpräsident des Pferdesportverbandes Rheinland, nur anschließen. Seit Jahrzehnten pflegt er eine enge Freundschaft mit Heiner Nachbarschulte, der lange Vorstandsmitglied des Verbandes war. Witte war daher auch von Beginn an in die Planungen für die Großveranstaltung mit eingebunden. „Das Turnier bietet jedes Mal etwas Neues. Es ist eine ständige Uraufführung. Ich habe den RV Lippe-Bruch Gahlen immer als aktiven Verein erlebt, der zukunftsorientiert arbeitet.“ Ein Club, der aber auch an bewährten Dingen festhält. So haben die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass die Hallen-Vielseitigkeit wieder als Zeitspringprüfung über Naturhindernisse ausgetragen werden darf.

Wegen einer Änderung im Reglement der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) wurde bei Gahlen 2018 bei der Wertung auf eine Kombination mit Stilnoten gesetzt. „Darunter hat aber die Spannung stark gelitten“, sagt Jens Hoffrogge vom RV Gahlen, der selbst schon Sieger des Hallengeländeritts war. „Jetzt wird es wieder rasant und interessant für die Zuschauer.“

Auf welche Starter sich das Publikum freuen kann, ist noch nicht bekannt. Denn Nennungsschluss ist erst am kommenden Montag, 10. Dezember. Doch eines ist schon jetzt sicher: Auch bei der 25. Auflage wird der RV Lippe-Bruch Reitsport der Extraklasse mit einer perfekten Organisation bieten.

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