Ratlosigkeit beim SV Büderich nach der 1:8-Niederlage in Relegation

Fußball : Stefan Tebbe: „Schlimmer geht es nicht“

Der SV Büderich kann die vielen Ausfälle beim 1:8 gegen den TuS Xanten nicht kompensieren und muss nun den Gang in die Kreisliga B antreten. Die Partie gegen den TuS Asterlagen am Samstag ist für den SVB bedeutungslos geworden.

Trainer Stefan Tebbe konnte es auch einen Tag nach der bitteren Niederlage des SV Büderich im Relegationsspiel gegen den TuS Xanten, das mit 1:8 verloren wurde, nicht fassen. „Schlimmer geht es nicht. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte Tebbe. Er meinte damit nicht das Ergebnis, das den Abstieg aus der Kreisliga A Moers bedeutete. Vielmehr machten Tebbe die Begleitumstände zu schaffen.

„Es hört sich wie eine Ausrede an, aber wir konnten die vielen Ausfälle einfach nicht verkraften“, sagte der Coach. Schon im Vorfeld stand fest, dass Torwart Philipp Hebbering, Markus Dachwitz, Fabian Kanning (alle Urlaub), Sascha Ströter (Gelb-Sperre) und Michael Pielniok fehlen würden. Nach dem Aufwärmen verschlimmerte sich die Situation. „Da haben noch zwei Leute abgewunken“, sagt Tebbe. „Damit ist mir eine ganze Achse weggebrochen: Torwart, die komplette Dreierkette, der Kapitän, ein Stürmer.“

Zu Beginn hatte seine Mannschaft die Rückschläge noch gut weggesteckt. Rocco Steinert und Daniel van Husen hätten sogar die Führung erzielen können. Doch ein umstrittenes Elfmeter-Tor in der 18. Minute bedeutete dann den Anfang vom Ende. Schließlich verletzte sich noch Ersatzkeeper Kevin Baranowski an der Hand. Da Stefan Tebbe das Wechselkontigent da schon ausgeschöpft hatte, musste Feldspieler Jan Busch ins Tor. „Das Ergebnis ist natürlich katastrophal, aber ich kann der Mannschaft noch nicht einmal einen Vorwurf machen“, sagt Tebbe.

Viel Zeit, um die Wunden zu lecken, haben die Kicker nicht. Schon am Samstag, 16 Uhr, steht für den SV Büderich die sportlich für ihn jetzt freilich bedeutungslos gewordene Relegationspartie beim TuS Asterlagen an. „Ich weiß gar nicht, wer da spielen kann“, sagt Tebbe. Er verspricht aber: „Wir werden antreten. Und wir werden ganz klar auch versuchen, uns so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen.“ Sascha Ströter kehrt nach Gelb-Sperre zurück ins Team. Ansonsten werden wohl Spieler der zweiten Mannschaft aushelfen müssen.

(Ott)
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