PSV will beim GSV Moers seine Siegesserie ausbauen.

Fußball : PSV Wesel will beim GSV Moers seine Siegesserie ausbauen

Landesligist steht nach schwachem Start schon auf Rang fünf.

Bis zum Ende der Saison 2012/13 gruselte es jeden Club, wenn die Auswärtspartie beim GSV Moers anstand. Die Spieler erwartete ein so genannter Kunstrasen, auf dem Björn Assfelder während seiner aktiven Zeit auch noch kicken musste. „Das war eine Katastrophe, Beton mit einem Millimeter Grün“, erinnert sich der Trainer des Landesligisten PSV Wesel. Am Sonntag geht es mit seinem Team erneut zum GSV Moers, diesmal aber unter ganz anderen Vorzeichen. „Das ist jetzt eine der schönsten Anlagen in der Region“, sagt der 35-Jährige. Und der Kunstrasen verdient nun auch die Bezeichnung Rasen.

Als Tabellenfünfter mit drei Siegen in Folge reisen die Weseler an. Der Gastgeber blieb zuletzt zwei Mal ohne Punktgewinn und steht auf dem 14. Rang. Die Entwicklung der Teams könnte also gegensätzlicher kaum sein. Mit einer eher abwartenden Taktik hatte der PSV beim letzten Gastspiel in Überruhr (3:0) die ersten Zähler in der Fremde eingefahren. Eine ähnliche Ausrichtung kann sich Björn Assfelder in Moers nicht wirklich vorstellen. „Möglicherweise werden wir gezwungen sein, das Spiel zu machen“, so der Coach.

Beim jüngsten 1:0-Sieg gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord führte die Spielidee, die Null lange zu halten und nach hinten heraus noch zusetzen zu können, zum Erfolg. Dabei hatte Assfelder zusätzlich auf der Rechnung, dass die Sterkrader noch am Mittwoch zuvor im Verbandspokal gegen den 1. FC Kleve (0:4) aktiv waren. Ähnliches trifft auch auf den GSV Moers zu. Allerdings wird der Landesligist im Kreispokal beim B-Ligisten SV Menzelen (10:0) kaum übermäßig gefordert worden sein.

Dass seine Elf mittlerweile bis auf Rang fünf vorgerückt ist, ist für Assfelder eine Folge der Trainingsarbeit: „Die drei Siege sind uns nicht zugeflogen, dafür haben wir schon etwas getan.“ Auch die Fehlerquote konnte im Vergleich zu den ersten drei sieglosen Partien minimiert werden. „Unsere Siegesserie möchte ich in Moers gerne ausbauen“, so der Coach. Rang fünf sieht er aber eher als Momentaufnahme. „Wenn wir nach zehn Spieltagen da stehen, dann kann man von einer Tendenz reden.“

Personell hat sich gegenüber der letzten Partie wenig geändert. Mohamed Baydoun und Sebastian Eisenstein sind beruflich verhindert. Dazu fehlen Donavan Sadek (Kreuzbandriss), Alpay Erdem (Bänderblessur) und Noah Lübbe (Oberschenkelzerrung). Wieder dabei ist Christopher Abel. Zuletzt in einem Tief befand sich Bastian Rupsch. „Für einen 19-Jährigen ist das aber ganz normal“, so Assfelder. Ob Rupsch wieder im zweiten Team spielt oder zum Landesliga-Kader gehört, entscheidet sich kurzfristig.

(R.P.)
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