Fußball: PSV wieder auf Abstiegsplatz

Fußball: PSV wieder auf Abstiegsplatz

Der Fußball-Landesligist verlor gestern beim GSV Moers mit 0:2 und steht jetzt erneut auf einem Rang, der am Ende der Saison in die Bezirksliga führt. Der Grund für die Niederlage waren haarsträubende Fehler in der Abwehr.

Der PSV Wesel gerät im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga immer mehr unter Druck. Nach der gestrigen 0:2 (0:1)-Niederlage beim GSV Moers fiel der Neuling wieder auf einen Abstiegsplatz zurück, liegt nun einen Zähler hinter dem rettenden Ufer zurück. Allerdings kann der PSV immer noch darauf verweisen, dass er gegenüber der direkten Konkurrenz zwei Spiele weniger ausgetragen hat.

Wie eng es im Rennen um den Klassenerhalt zugeht, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Bis hinauf zum sechsten Rang, den momentan die Spvgg. Sterkrade 06/07 einnimmt, kann sich kein Team seiner Sache schon sicher sein. Für PSV-Trainer Franz Raschid hat daher die Begegnung am kommenden Wochenende gegen die DJK Arminia Klosterhardt, die fünf Punkte vor dem PSV auf Rang sechs steht, eine enorme Bedeutung. "Da geht's zur Sache, und es wird endlich Zeit, mal wieder einen Sieg zu landen", forderte der Coach.

Rückstand kurz vor der Pause

Die gestrige Niederlage eingerechnet, wartet der Neuling nun schon seit sieben Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Dabei hatte er sich auf den schwer zu bespielenden Kunstrasen in Moers nach anfänglichen Schwierigkeiten recht gut eingestellt. Die Partie verlief weitestgehend ausgeglichen. Die Gäste hätten sogar in Führung gehen können, vergaben jedoch gute Gelegenheiten durch ihre Angreifer Eray Tuncel und Christopher Boland. Als alles bereits auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, leistete sich der PSV 60 Sekunden vor dem Wechsel einen haarsträubenden Abwehrpatzer, den der GSV eiskalt zum Führungstreffer nutzte.

"Das war eigentlich ein Eigentor. Und es war die Forstsetzung der Fehler, die wir uns immer wieder leisten. Wir kriegen es derzeit einfach nicht hin, mal ohne Fehler zu bleiben", sagte Raschid. Nach dem Wechsel bemühte sich der PSV zwar um den Ausgleich. Doch bis auf eine Möglichkeit für den eingewechselten Daniel Hinnemann kam er dem 1:1 nicht sonderlich nah.

"Die Einstellung stimmt"

In der 75. Minute folgte dann Aussetzer Nummer zwei in der Deckung der Gäste. Und auch diese Unaufmerksamkeit wurde vom Tabellenvierten schonungslos bestraft, der mit dem 2:0 für die Entscheidung sorgte. "In kämpferischer Hinsicht kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Auch die Einstellung stimmt. Aber wir sind einfach nicht kaltblütig genug. Das ist unser größtes Problem", stellte Franz Raschid hinterher fest.

PSV Wesel: Erhart – Meyer (69. Vos), Sürek, Kirsch, Pasinski (69. Hinnemann), Cwiek, Grimm (81. Meis), Giesen, Güzel, Tuncel, Boland.

(RP)