Lokalsport: PSV Wesel verlässt die Abstiegsplätze

Lokalsport : PSV Wesel verlässt die Abstiegsplätze

Der Fußball-Landesligist feiert im Kellerduell gegen das Schlusslicht Viktoria Buchholz einen 7:0-Erfolg. Der Gastgeber zeigt im Abschluss eine große Effektivität und schafft den ersten Heimsieg seit dem 3. Mai.

Der Knoten ist geplatzt, der Aufwärtstrend setzt sich fort. Im siebten Anlauf feierte Fußball-Landesligist PSV Wesel gestern den ersten Heimsieg der Saison, kam damit erstmals seit dem 3. Mai (4:0 über Rellinghausen) wieder zu drei Zählern auf der eigenen Anlage. Im Kellerduell feierten die Weseler einen 7:0 (3:0)-Erfolg gegen das Schlusslicht Viktoria Buchholz und verbesserten sich damit auf den 14. Platz, der die direkte Rettung bedeutet. Dabei gab es an diesem Sonntag eine Premiere und ein höchst seltenes Ereignis.

Das 7:0 war ein Debüt für Trainer Björn Assfelder. "In der Meisterschaft habe ich noch nie so hoch mit dem PSV gewonnen", sagte der Coach. Zudem griff er auf die Fußball-Weisheit zurück, die für ihn eigentlich nie eine Rolle spielt und änderte ein erfolgreiches Team nicht. Gegen den Gast aus dem Duisburger Süden baute Assfelder auf die Startelf, die eine Woche zuvor beim 3:1 beim VfL Rhede die Durststrecke von zehn Spielen ohne Sieg beendet hatte.

Der Gastgeber legte in dem wichtigen Duell in der ersten Halbzeit eine Effektivität an den Tag, von der die meisten Übungsleiter nur träumen können. Vier Möglichkeiten ergaben sich für den PSV, drei nutzte er eiskalt aus. Bereits nach 120 Sekunden hatte die extrem löchrige Viktoria-Abwehr Necati Güclü aus den Augen verloren, der frei vor dem Keeper das 1:0 markierte. Dass Bastian Rupsch an Schlussmann Maik Hoppe scheiterte, erwies sich letztlich als Randnotiz, denn Admir Begic staubte zum 2:0 ab (26.). Den nächsten Rupsch-Versuch blockte die Abwehr ab, der Ball landete aber bei Güclü, der das 3:0 (30.) erzielte.

"Das war in der ersten Halbzeit eine überragende Quote bei der Chancenverwertung", stellte Assfelder fest. Doch der 34-Jährige ließ sich von dem Ergebnis nicht täuschen. "Wir haben das nicht gut gemacht - zu viele hohe Bälle, wenig Laufbereitschaft und ein schlechtes Passspiel", bemängelte er. Natürlich war Assfelder bewusst, dass dies bei einem 7:0 schon ein wenig komisch klang. Doch in den ersten 45 Minuten agierte der Gast durchweg auf Augenhöhe, ließ die Konsequenz im Abschluss bei seinen Möglichkeiten (5., 17., 25.) indes vermissen.

Nach dem Wechsel lief es beim PSV runder, zumal der Buchholzer Phil Szalek wegen Nachtretens gegen Bastian Rupsch (54.) die Rote Karte sah. Admir Begic (65.) verwandelte einen an Nico Giese verschuldeten Foulelfmeter zum 4:0. Necati Güclü (74.), Sebastian Weinkath (84.) und Donavan Sadek (88.) schraubten das Resultat dann in vor dem Anpfiff unerwartete Höhen.

(RP)
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