PSV Wesel und BW Dingden spielen in Landesliga-Gruppe 2

Fußball : PSV Wesel und BW Dingden freuen sich auf Lokalduell

Der Fußballverband Niederrhein hat die Gruppeneinteilung für die Landesliga veröffentlicht. Aufsteiger BWD und der PSV spielen in einer Gruppe gegen Teams aus dem Krefelder und Mönchengladbacher Raum.

Die Gruppeneinteilung des Fußballverbandes Niederrhein beschert den Landesligisten PSV Wesel und BW Dingden ein paar weite Wege. Vergleichsweise kürzere Auswärtsfahrten nach Dinslaken oder Duisburg wird es nicht geben. Der TV Jahn Hiesfeld, Genc Osman, Hamborn 07, der FSV Duisburg und der DSV 1900 kicken in der Parallelgruppe. Die Weseler und Aufsteiger BWD messen sich in Gruppe 2 auch mit Teams aus dem Krefelder und dem Gladbacher Raum.

PSV-Coach Björn Assfelder schaltete gleich nach der Bekanntgabe schon einmal den Routenplaner an. Die weiteste Fahrt führt sein Team zu den VSF Amern – weit hinter Viersen gelegen. BW Dingden muss bis dorthin noch ein paar Kilometer mehr bewältigen, 108 sind es für die Mannschaft. Einige weitere Touren kratzen an der 100-Kilometer-Marke. In der Whatsapp-Gruppe der Dingdener blühte kurz nach der Rückkehr von der Mannschaftstour nach Mallorca schon wieder der Flachs. Ob man nicht vielleicht besser einen Privatflieger nutzen könne, oder zumindest Übernachtungen einplanen, schrieben einige Spieler.

Auf Dirk Juch und BW Dingden kommen weite Fahrten zu. Foto: Lars Fröhlich

Sportlich gibt es viele Unbekannte. „Da warten eine Menge Hausaufgaben auf uns“, sagt PSV-Trainer Björn Assfelder, für den mehrere Kontrahenten unbeschriebene Blätter sind. Trotzdem erwartet er eine sehr ausgeglichene Gruppe, in der er dem SC Kapellen-Erft und dem 1. FC Mönchengladbach die wohl größten Aufstiegsambitionen zuspricht. Kurios: Mit Hiesfeld, Speldorf, dem FSV Duisburg und Düsseldorf-West wurden alle vier Oberliga-Absteiger der anderen Gruppe zugeordnet. Neben BW Dingden sind dafür mit der SGE Bedburg-Hau und der DJK/VfL Giesenkirchen zwei weitere Aufsteiger aus der Bezirksliga vertreten.

„Die Aufteilung hat mich schon ein wenig überrascht. Aber ich bin weder besonders erfreut, noch verärgert. Wir bleiben völlig entspannt und nehmen das so hin“, sagt Assfelder. Der überraschenden Konstellation kann er aus einem Grund auch durchaus etwas Positives abgewinnen: „In meinem ersten Jahr als Trainer hier hatten wir auch die Gladbacher Mannschaften in der Gruppe. In zehn Spielen gegen sie haben wir, glaube ich, 22 Punkte geholt.“

HSV-Coach Michael Tyrann freut sich über die neue Gruppe. Foto: foto: Emde

Besonders freuen sie sich beim PSV natürlich auf die Nachbarschaftduelle mit Aufsteiger BW Dingden. „Da kann man ja mit dem Fahrrad hinfahren. Und zu uns bringen die Dingdener sicherlich auch viele Zuschauer mit“, sagt Björn Assfelder.

Auch Dirk Juch, Trainer von BWD, nimmt die Einteilung gelassen hin. „Wir wollen nicht jammern, sondern positiv nach vorne blicken. Es ist doch klar, dass der Fahraufwand in einer höheren Liga steigt. Und Neuland sind für uns ja auch die allermeisten Teams in der anderen Gruppe. Nichtsdestotrotz glaube ich schon, dass wir die sportlich etwas leichtere Gruppe erwischt haben“, sagte Juch. Der Verein bedauert es, dass es kein Wiedersehen mit Hamborn 07 gibt, auf das sich beide Teams nach dem gemeinsamen Aufstieg schon gefreut hatten.

In der Bezirksliga darf der Hamminkelner SV sich in der kommenden Saison wieder mit den Teams aus dem Kreis 11 messen. HSV-Coach Michael Tyrann ist zufrieden: „Im vorigen Jahr stand ich nach der Gruppeneinteilung kurz vor dem Herzinfarkt. Diesmal bin ich wirklich viel zufriedener“, so Tyrann, der sich auf der einen Seite über einige kürzere Fahrten freut, aber auch glaubt, dass die Qualität nicht ganz so hoch sein wird wie in der vergangenen Saison. Ein HSV-Gegner steht noch nicht fest. Die beiden A-Liga-Meister Duisburger FV 08 und TV Voerde ermitteln noch den letzten Aufsteiger.

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