1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel
  4. Sport

Fußball: PSV Wesel steckt in der Krise

Fußball : PSV Wesel steckt in der Krise

Kein Fußball-Fest zur Einweihung der neuen Tribüne: Landesligist kassiert mit dem 0:1 gegen TuB Bocholt die fünfte Niederlage in Folge. In einer schwachen Partie sehen Timm Golley und Sebastian Eisenstein die Rote Karte.

Es sollte ein Fußball-Festtag für den PSV Wesel werden. Doch beste Stimmung herrschte gestern auf der Anlage am Molkereiweg nur, bevor der Ball rollte. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, PSV-Vorsitzender Fritz Spaltmann sowie Ingo Ritter und Reinhard Hofacker vom Vorstand des Sponsors Verbands-Sparkasse weihten vor dem Anpfiff des Landesliga-Spiels zwischen dem PSV Wesel und TuB Bocholt die neue Tribüne ein. Von dort gibt's jetzt auf 200 Plätzen einen besonders guten Blick aufs Geschehen. Das war gestern allerdings nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Denn dem offiziellen Teil folgte ein äußerst bescheidener Kick. Der PSV kassierte mit dem 0:1 (0:1) gegen den Rivalen aus dem Fußball-Kreis die fünfte Niederlage in Folge und steckt weiter in der Krise.

 Rund 200 Zuschauer haben von der neuen Tribüne jetzt einen guten Blick aufs Geschehen, was gestern allerdings nicht unbedingt eine Freude war.
Rund 200 Zuschauer haben von der neuen Tribüne jetzt einen guten Blick aufs Geschehen, was gestern allerdings nicht unbedingt eine Freude war. Foto: Malz, Ekkehart

Zwei Gelb-Rote Karten

Die Mannschaft, die in der Hinrunde teilweise Fußball zelebriert hatte, zeigte dabei nicht nur über 90 Minuten eine spielerisch enttäuschende Leistung. Sie schwächte sich für die kommenden Aufgaben auch noch selbst, weil zwei Akteure unnötige Rote Karten kassierten. Sebastian Eisenstein stellte nach seiner Auswechslung (65.) dem Linienrichter die Frage, ob das Gespann denn etwas an den Augen hätte. Der Mann an der Linie meldete dies Referee Marco Lechtenberg (Mönchengladbach), der prompt den Roten Karton zückte. In der 90. Minute tat er das erneut, weil PSV-Stürmer Tim Golley nachtrat, nachdem er rüde gefoult worden war. Die Belegschaft auf dem Platz verringerte sich dadurch auf 18 Akteure, da der Weseler Matthäus Cwiek (87.) und TuB-Akteur Philipp Klein-Schmeink (89.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatten.

  • Die NEC-Fans bekommen im Goffertstadion künftig
    Fußball in den Niederlanden : NEC Nimwegen bejubelt Rückkehr in die Eredivisie
  • Sebastian Vettel.
    Erste WM-Punkte in Grün : Vettel zeigt in Monaco den „alten Sebastian“
  • Rennen, TV-Übertragung, Cockpits, Regeländerungen : Alle Infos zur Formel-1-Saison 2022

Roger Rütter, Trainer des PSV Wesel, attestierte dem Schiedsrichter zwar nach der Begegnung zu Recht eine schwache Leistung, zumal er dem Landesligisten in der ersten Minute einen Elfmeter verweigert hatte. Doch entscheidend war dies nicht dafür, dass der Gastgeber erneut verlor und den Blick bei elf Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen derzeit in der Tabelle wieder nach unten richtet. Denn der PSV unterbot den Auftritt des Referees noch. In Hälfte eins ließ die Mannschaft so ziemlich alles vermissen. Sie geriet folgerichtig durch einen Treffer von Kubilay Serbey (19.) in Rückstand. Der PSV erspielte sich vor der Pause lediglich eine Gelegenheit. Sebastian Eisenstein (30.) traf mit einem Kopfball den Pfosten.

Nur nach der Pause gekämpft

Nach dem Wechsel war beim Rütter-Team wenigstens der Wille zu erkennen, die Partie mit Kampf noch drehen zu wollen. Doch sie nutzte ihre wenigen Chancen nicht, wobei David Mittelstädt (89.) den Ball aus kürzester Distanz nicht ins Tor köpfte. "Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht", kommentiere Rütter diese Szene und das Spiel.

PSV Wesel: Leber - Müller, Sanders (86. Vos), Assfelder, Ley, Eisenstein (65. Abel), Mittelstädt, Cwiek, Grimm (65. Kirstein), Schweds, Golley.

(RP)