PSV Wesel spielt wieder gegen Spitzenreiter

Fußball : PSV Wesel spielt wieder gegen einen Spitzenreiter

Nachdem der Landesligist den SV Burgaltendorf mit dem 2:2 vom Thron gestoßen hat, tritt das Team nun beim FC Kray an. Donavan Sadek wird wohl die komplette Saison ausfallen. Bei ihm wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert.

Zugegeben, die Saison befindet sich noch in ihrer Frühphase. Doch es kristallisiert sich anscheinend ein Spezialist für Tabellenführer heraus.

Am zweiten Spieltag stürzte der Fußball-Landesligist PSV Wesel den SV Burgaltendorf mit dem 2:2 vom Thron. In der dritten Runde am Sonntag um 15 Uhr wartet erneut ein Spitzenreiter auf die Elf von Trainer Björn Assfelder, die beim FC Kray antreten muss. „Die Tabellenführung ist eine Momentaufnahme, aber ich erwarte, dass sie bei Kray länger anhalten wird – mit hoffentlich kleiner Unterbrechung am Sonntag“, sagt der Coach.

Für ihn hielt der gestrige Freitag eine Hiobsbotschaft bereit. Bei Donavan Sadek wurden die schlimmsten Befürchtungen Realität. Die Verletzung aus dem Testspiel bei Sterkrade 06/07 (1:1) stellte sich nun als Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie heraus. Am 13. September unterzieht sich der 25-Jährige der notwendigen Operation, sein Arzt rechnet mit einer achtmonatigen Zwangspause. Vielleicht reicht es für den Mittelfeldakteur zu Kurzeinsätzen im Schlussspurt der Saison, doch Assfelder geht eher von einer Rückkehr in der neuen Spielzeit aus. „Wir können richtig froh sein, dass wir den Kader so groß aufgestellt haben“, sagt der Weseler Trainer. Für die Partie in Kray fehlen zudem Deniz Özel (Fußprellung), Timo Giese (Bänderverletzung im Sprunggelenk, zwei Wochen Pause), Mohamed Baydoun und Viktor Klejonkin sowie möglicherweise Luis Blaswich.

Der Linksfuß hat sich gegen Burgaltendorf eine Fußprellung zugezogen, sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Bei Klejonkin, der sich bereits wieder im Mannschaftstraining befindet, sieht es laut Assfelder gut aus. Am Sonntag zählt er aber noch nicht zum Aufgebot.

Überhaupt will der Weseler Coach bei Teil zwei der „Essener Wochen“ – danach wird noch gegen den VfB Frohnhausen und die SG Überruhr gespielt – erneut rotieren lassen. „So wird es wieder kommen“, kündigt der 35-Jährige an. Wen dies auf dem Kunstrasen in Essen-Kray betrifft, dies behält der PSV-Trainer noch für sich. Eines ist allerdings schon klar: „Wir wollen versuchen, die gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen.“ Einen Gastgeber, gegen den der PSV in der gemeinsamen Oberliga-Saison (0:4, 2:7) und auch in der Landesliga (0:4, 2:4) bisher kein Land sah. Dies traf bis Mittwoch in vier Spielen auch auf Burgaltendorf zu.

Das ärgerliche 2:2 am vergangenen Mittwoch betrachteten die Weseler allerdings nicht als Punktgewinn. Schließlich kassierten sie den Ausgleich in der Nachspielzeit. „Die Spieler waren sehr niedergeschlagen. Aber sie haben in der Partie auch viele Sachen gut gemacht“, so Assfelder. Nur am Ende dann nicht wirklich.

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