Lokalsport: PSV Wesel souverän eine Runde weiter

Lokalsport: PSV Wesel souverän eine Runde weiter

Fußball-Landesligist gewinnt im Kreispokal mit 5:1 beim Bezirksligisten BW Dingden, der vor der Pause noch ein Gegner auf Augenhöhe ist. Weit mehr als die Niederlage schmerzt BWD die Verletzung von Mittelfeldakteur Julian Weirather.

Den PSV Wesel trennt nur noch ein Sieg vom Einzug in den Niederrhein-Pokal. Der Fußball-Landesligist schaffte am Mittwochabend im Achtelfinale des Kreispokals einen klaren 5:1 (1:0)-Erfolg beim Bezirksligisten BW Dingden, nach dem es zur Pause noch nicht ausgesehen hatte. Denn im ersten Spielabschnitt war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften in der Defensive einige Schwächen zeigten. Gastgeber BWD besaß dabei sogar die klar besseren Chancen, aus denen er allerdings kein Kapital schlug und sich die Niederlage auch deshalb selbst zuzuschreiben hatte.

"Die erste Halbzeit war gut. Wir hätten zur Pause führen können. Nach dem Wechsel stimmte dann in einigen Szenen in der Defensive die Ordnung nicht. Das darf man sich gegen einen Gegner wie den PSV Wesel nicht erlauben", sagte der Dingdener Trainer Dirk Juch. Weit mehr als die Niederlage schmerzte ihn, dass er im Titelrennen der Bezirksliga wohl einige Wochen auf Julian Weirather verzichten muss. Der Mittelfeldakteur schied in der 33. Minute mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss aus. Sein Fehlen machte sich in der zweiten Halbzeit bei der Defensivarbeit deutlich bemerkbar.

Denn der PSV Wesel, bei dem in Verteidiger Jona Sobotta, Mittelfeldakteur Robin Müller und dem überragenden Bastian Rupsch gleich drei sehr veranlagte A-Jugend-Kicker in der Startelf standen, hatte nun relativ leichtes Spiel, die Weichen auf Sieg zu stellen. Bastian Rupsch (50., 53.) baute den Vorsprung mit einem Doppelschlag auf 3:0 aus, nachdem Donavan Sadek den Gast in der elften Minute in Führung gebracht hatte. Nach dem 1:3 durch Sebastian Kamps (61.) durfte BWD noch einmal kurz hoffen, dem Spiel eine Wende geben zu können. "Da waren wir einige Minuten unter Druck", gab PSV-Trainer Björn Assfelder zu. Doch Dennis Sengbusch (67.) nahm mit seinem Treffer zum 4:1 wieder alle Spannung aus dem Spiel. Kapitän Oliver Vos (84.) stellte den Endstand her.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, obwohl wir in der ersten Hälfte in der Defensive noch nicht so gut gestanden haben", sagte Assfelder. Da hätten Sebastian Kamps (7.) und Robin Volmering (10.) erst für die Dingdener Führung sorgen können. Sebastian Kamps (25.) und Timo Ameling (27.) vergaben nach dem 0:1 weitere hochkarätige Möglichkeiten und damit die Chance, den Favoriten in Verlegenheit zu bringen.

So konnte der PSV Wesel einiges Selbstvertrauen für das wichtige Heimspiel am Sonntag in der Landesliga gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Sonsbeck tanken. "Die Leistung war gut. Kein Spieler hat sich verletzt. Besser hätte es für uns nicht laufen können. Jetzt hoffe ich, dass uns gegen Sonsbeck auch ein Sieg gelingt", sagte Björn Assfelder. Für den Tabellenzweiten BW Dingden geht es in der Bezirksliga am Sonntag beim Zehnten Fortuna Bottrop weiter. "Das Thema Pokal ist erledigt. Jetzt gilt es den Mund abzuwischen und sich voll auf die Meisterschaft zu konzentrieren", sagte Dirk Juch. Denn was für BW Dingden in dieser Saison wirklich zählt, ist der Aufstieg in die Landesliga.

(RP)