Lokalsport: PSV Wesel lässt eine große Chance aus

Lokalsport : PSV Wesel lässt eine große Chance aus

Der abstiegsgefährdete Fußball-Landesligist kommt gegen den SV Sonsbeck nicht über ein 0:0 hinaus. Luis Blaswich vergibt die große Möglichkeit zum Siegtreffer. Der Vorsprung vor dem Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte.

Der PSV Wesel verpasste gestern die Chance, seine Lage im Rennen um den Klassenerhalt etwas zu verbessern. Der Fußball-Landesligist kam im Heimspiel gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Sonsbeck trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus. Er hat jetzt nur noch zwei Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz, weil dem Viertletzten VfL Repelen ein 1:0-Sieg gegen SF Niederwenigern gelang. "Wir hatten zwar mehr vom Spiel, aber letztendlich kaum klare Torgelegenheiten", sagte der Weseler Trainer Björn Assfelder. "Wir wollten eigentlich mit kurzen Pässen nach vorne spielen. Das haben wir allerdings nicht so umgesetzt, wie ich es gerne gesehen hätte."

Auf dem holprigen Rasen und bei eiskaltem Wind war an gepflegten Fußball auch nicht zu denken. Während der PSV Wesel immerhin vor allem über Donavan Sadek teilweise gefällig kombinierte, verlegten sich die Gäste auf solide Defensivarbeit und lange Bälle nach vorne. Dem SV Sonsbeck wäre in der 20. Minute nach einem zu kurzen Rückpass des Weseler Verteidigers Johannes Bruns auf Keeper Sebastian Kaiser beinahe die Führung geglückt. Vorher hatte Sadek mit einem Linksschuss zum ersten Mal für Torgefahr gesorgt. Luis Blaswich (34., 39.) verpasste die Führung für den Gastgeber ebenfalls.

Dass es bei der torlosen Punkteteilung blieb, lag vor allem an der mangelnden Durchschlagskraft des Gastgebers. Denn obwohl der PSV Wesel in der zweiten Hälfte die Schlagzahl erhöhte, gingen Torszenen weiterhin eher aufs Konto der äußeren Umstände. Der heftige Wind sorgte nämlich nicht für die beste Chance des Spiels, sondern machte Sonsbecks Verteidiger Jan-Paul Hahn so zu schaffen, dass er zur Halbzeit in der Kabine blieb - vorher hatte er sich immer wieder mit seinen Handschuhen frierend die Ohren zugehalten. Donavan Sadek hingegen wusste den Rückenwind clever zu nutzen. Einen Eckball von links schlug er mit hoher Flugbahn vors Sonsbecker Tor, der Schlussmann der Gäste konnte die Bogenlampe nur mühsam abklatschen - Luis Blaswich stand zwar perfekt, nahm das Geschenk aber nicht an, sondern köpfte das Spielgerät an die Latte (81.).

Die bis dahin sehenswertesten Spielzüge hatte allesamt der PSV Wesel zu verzeichnen - und alle liefen über die Außenpositionen. Erst klärte aber der Sonsbecker Sascha Tenbruck vor Oliver Vos (57.), dann entschärfte nur eine Minute später der eingewechselte Georgios Efthimiou eine ähnliche Szene. Schließlich kam Sebastian Eisenstein nach einem Querpass von Donavan Sadek einen Schritt zu spät (74.).

"In der zweiten Halbzeit hatten wir zwar Feldvorteile, aber die besten Torgelegenheiten waren einfach durch den Wind begünstigt", sagte Björn Assfelder. "Natürlich hätten wir zu Hause gerne einen Erfolg geschafft, zumal wir gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn gespielt haben."

PSV Wesel: Kaiser - Tuncel (60. N. Giese), Bruns, Weinkath, T. Giese, Staude, Meis, Sadek, Blaswich, Vos (83. Müller), Eisenstein (82. Rupsch).

(RP)