Fußball: PSV Wesel II verliert erneut ein Endspiel

Fußball : PSV Wesel II verliert erneut ein Endspiel

Bezirksligist unterliegt beim Turnier von Viktoria Wesel dem TV Jahn Hiesfeld II mit 4:5 nach Neunmeterschießen.

Der PSV Wesel II hat ein Final-Trauma. Immer dann, wenn der Fußball-Bezirksligist einen Erfolg beim Kick in der Halle schaffen könnte, versagen dem Team von Trainer Aycin Özbek die Nerven. Das war erst bei der Weseler Stadtmeisterschaft der Fall, als die Mannschaft das Endspiel verlor. Dann folgte eine Final-Niederlage beim Turnier des VfR Mehrhoog. Und am Samstag musste sich der PSV II beim von Viktoria Wesel organisierten Wettbewerb um den Sparkassen-Cup in der Rundsporthalle erneut im Endspiel geschlagen geben.

Der PSV Wesel II verlor gegen den TV Jahn Hiesfeld II mit 4:5 nach Neunmeterschießen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Jonas Möllenbeck und Kevin Fondermann erzielten die Treffer für den PSV II, der den Gegner in der Vorrunde noch mit 6:5 bezwungen hatte. "Uns fehlt momentan die nötige Siegermentalität", sagte Özbek. Seine Enttäuschung hielt sich dennoch in Grenzen. Das lag daran, dass seine Mannschaft sich bis zum Finale in bestechender Form präsentiert und alle Partien für sich entschieden hatte.

"Wir haben nach der Balleroberung schnell umgeschaltet und mit Tempo den Zug zum Tor gesucht", sagte Özbek. Im Halbfinale bezwang sein Team den A-Ligisten TuS Drevenack ohne große Mühe mit 5:0. TuS-Trainer Sven Scholten, der im Tor seiner Mannschaft stand, konnte die Niederlage gut verkraften. "Wir sind kein klassisches Hallen-Team. Ich bin überrascht, dass es trotzdem so gut geklappt hat", sagte er. Der A-Ligist sicherte sich mit einem 4:3 nach Neunmeterschießen gegen Adler Osterfeld II den dritten Rang.

Für den C-Ligisten Weseler SV war bereits nach der Vorrunde Schluss, obwohl er Viktoria Wesel II (6:1) und den SC 26 Bocholt II (1:0) bezwungen hatte. "Zum Auftakt waren wir noch indisponiert. Wir haben uns dann aber gefangen und deutlich gesteigert", sagte WSV-Coach Bernd Pagojus. Rocco Steinert, neuer Trainer des B-Ligisten Viktoria Wesel, sieht seine Mannschaft ebenfalls auf einem guten Weg. Sie hatte den Einzug ins Halbfinale nur um ein Tor verpasst. Steinert nutzte das Turnier, um seine Schützlinge besser kennenzulernen. "Wir haben viele gute Einzelspieler, die ich zu einem Team formen muss. Das wird noch etwas dauern", sagte er. Die Viktoria schaffte in der Vorrunde Siege gegen den SV Büderich (4:1) und Wesel Anadolu Spor (5:2).

Walter Großmann, Vorsitzender des Gastgebers, lobte das sportliche Niveau der Veranstaltung. Mit der Resonanz war er nicht zufrieden. "Es gab attraktive Begegnungen mit vielen Toren. Das hätte mehr Zuschauer verdient gehabt", sagte er.

(stgi)
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