PSV Wesel hat große Personalsorgen

Fußball : PSV Wesel hat große Personalsorgen

Elf Akteure fehlen dem Landesligisten im Spiel bei Genc Osman Duisburg.

Die SF Niederwenigern hatten dem PSV Wesel bis zum vergangenen Sonntag den „Titel“ streitig gemacht. Doch nach dem 2:0-Heimerfolg eben gegen Niederwenigern dürfen sich die Weseler nun „Mannschaft der Stunde“ in der Fußball-Landesliga nennen. Nach 23 Punkten aus den letzten neun Spielen ohne Niederlage trennt die Elf von Trainer Björn Assfelder nur noch zwei Zähler vom Tabellenzweiten Niederwenigern, sechs sind es noch bis zum Spitzenreiter FC Kray. Am Sonntag, 15.15 Uhr, gastiert der PSV beim Neuling SV Genc Osman Duisburg, der bis zum zehnten Spieltag einen ähnlichen Saisonverlauf wie die Weseler hingelegt hat.

Beide Teams waren nur schwer aus den Startlöchern gekommen. Am dritten Spieltag waren die Weseler Vorletzter, nach fünf Runden war der Aufsteiger Genc Osman sogar Schlusslicht. Doch danach ging es steil bergauf, die Duisburger schwächelten als Tabellensiebter allerdings in den vergangenen zwei Partien ein wenig. „Sie hatten ein paar Startprobleme. Genc Osman wird von manchem Trainerkollegen als Geheimfavorit gehandelt und ist überhaupt kein typischer Neuling“, sagt Assfelder.

Die Anlage kennt der Coach nicht, die gegnerischen Kicker aber schon. „Es bestand schon ein sehr guter Bezirksliga-Kader, der noch die eine oder andere Verstärkung bekommen hat.“ Gegen Neulinge haben die Weseler in dieser Spielzeit bisher sehr gute Erfahrungen gesammelt. Überruhr (3:0), Frohnhausen (2:1) und Königshardt (3:2) mussten alle drei Punkte gegen den PSV abgeben. „Aber Genc besitzt auch einen ganz anderen Anspruch als die anderen Aufsteiger“, so Assfelder. Mit Samed Basol hat der Gastgeber auch einen Akteur in seinen Reihen, der aus seiner Zeit beim MSV Duisburg II und SV Schermbeck NRW-Liga-Erfahrung besitzt. Bei aller Qualität des Gastgebers will der PSV seine Serie weiter ausbauen. „Jede Mannschaft möchte diejenige sein, die unsere Serie bricht. Deshalb wird das von Spiel zu Spiel schwieriger“, sagt Assfelder. Sein Team fahre aber selbstbewusst nach Duisburg. Allerdings muss sich der 35-Jährige dafür etwas einfallen lassen, denn ihn erwartet eine „Herausforderung personeller Natur“. Mit gleich elf Akteuren aus seinem Kader rechnet Assfelder nicht, nur bei Alpay Erdem (Hals- und Ohrenschmerzen) hat er noch Hoffnung.

Neben den beiden Rekonvaleszenten Christopher Abel und Mohamed Baydoun fehlen Nico Giese (Gelb-Sperre), Johannes Bruns (Urlaub), Dennis Sengbusch, Linus Dersch (beide starke Erkältung), Deniz Özel (Mittelfußblessur), Donavan Sadek (Kreuzbandriss), Stephan Sanders (Bänderprobleme), Sebastian Weinkath (Daumenbruch) und Fatih Uysal (Mittelfußverletzung).

(R.P.)
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