PSV Wesel bei der Fußball-Stadtmeisterschaft der große Favorit.

Fußball : PSV Wesel – mehr Favorit geht nicht

Der Landesligist ist klarer Titelanwärter Nummer eins bei der heutigen Weseler Hallen-Stadtmeisterschaft. Erstmals wird mit einem Futsal-Ball gespielt und auch die Regeln wurden angepasst. Grätschen ist nicht mehr erlaubt.

Die am heutigen Samstag ab 13 Uhr anstehende Weseler Hallen-Stadtmeisterschaft sorgt bei den Fußball-Trainern nicht gerade für Vorfreude. Die wenigsten fahren mit großen Ambitionen in die Rundsporthalle. Ziel beinahe aller Übungsleiter ist nicht der Titelgewinn, sondern vielmehr, dass sich keiner der eigenen Spieler verletzt. Der Stellenwert war da auch schon mal größer.

„Ich erinnere mich gerne an die Zeit, in der ich noch aktiv war und es in Wesel noch einige Bezirksligisten gab. Die sportliche Brisanz war da schon größer“, sagt Björn Assfelder, Trainer des Landesligisten PSV Wesel. Der Vorjahressieger ist einmal mehr der haushohe Favorit. Denn er spielt mindestens zwei Ligen höher als alle übrigen Teilnehmer. „Am Ende zählt nur der Titel. Aber wirklich gewinnen können wir nichts“, sagt der Übungsleiter. Vielmehr geht es darum, diesmal einen Überraschungssieg eines anderen Teams zu verhindern. Wie geschehen im vergangenen Sommer bei den Titelkämpfen auf dem Feld, als der PSV im Endspiel dem SV Bislich unterlag. Was die Auswahl des Personals angeht, bleibt der PSV-Trainer seiner Linie treu: „Der Großteil der Spieler ist kleiner als 1,80 Meter.“ Abwehrhüne Oliver Vos fällt zwar durch dieses Raster, steht aber, wie auch in den letzten Jahren, trotzdem im Aufgebot.

Auf die Akteure wartet in diesem Jahr eine Neuerung. Erstmals wird mit einem Futsal-Ball gespielt. Auch die Regeln werden entsprechend angepasst. Grätschen ist beispielsweise nicht erlaubt. „Ich finde das gut. Für die technisch versierten Spieler ist das eine Bereicherung. Das trägt hoffentlich dazu bei, dass guter Fußball gespielt wird“, sagt Björn Assfelder.

Der PSV trifft in der Gruppe A auf den A-Kreisligisten SV Bislich, den B-Ligisten GW Flüren und den C-Ligisten Weseler SV. Die ersten beiden Teams ziehen ins Halbfinale ein. „Das ist natürlich eine starke Gruppe. Aber in den letzten Jahren haben wir uns immer gut präsentiert. Daher bin ich guter Dinge“, sagt GWF-Trainer Sascha Ressel. Die Grün-Weißen waren dem Titelgewinn im Vorjahr sogar sehr nahe. Erst im Finale zogen sie gegen den PSV mit 2:5 den Kürzeren.

Auf dem Papier ist der SV Bislich zum Weiterkommen verdammt. „Die Liga bedeutet in der Halle aber nicht so viel. Da kann es ganz schnell gehen“, warnt  Bislichs Coach Bernd Pagojus, dessen Team in Bestbesetzung aufläuft. „Auf dem Feld haben wir im Sommer mit dem Titel die Überraschung geschafft. Wir wollen den Verein einmal mehr gut repräsentieren“, sagt er. Der Weseler SV ist in der Gruppe A der absolute Außenseiter. „Wir haben nichts zu verlieren. Die Jungs haben Lust auf das Turnier“, so Trainer Nuri Talay.

In der Gruppe B gab es im Vorfeld eine Änderung. Da B-Ligist Wesel Anadolu Spor seine Teilnahme zurückgezogen hat, rückt der ebenfalls in der B-Liga kickende PSV Wesel II auf. Die weiteren Teams sind C-Ligist SV Ginderich, B-Ligist Viktoria Wesel und der A-Ligist SV Büderich. Von einer Favoritenrolle als klassenhöchster Verein in der Gruppe will Stefan Tebbe, Trainer des SV Büderich, aber nichts wissen: „Wir haben derartige Personalprobleme. Mir ist ehrlich gesagt egal, wie die Stadtmeisterschaft verläuft. Hauptsache, die Ausfallliste wird nicht noch länger.“

Wolfgang Hartje, Coach von Viktoria Wesel, hat sein Team auf einen heißen Tanz eingestellt: „Die Titelkämpfe in der Halle sind das Highlight des Jahres. Die Jungs können sich vor zahlreichen Zuschauern präsentieren.“ Einen Favoriten gibt es für ihn in der Gruppe B nicht. Pascal Tepass, Trainer des Ausrichters SV Ginderich, macht sich keine allzu großen Hoffnungen. „Es wäre super, wenn wir weiterkommen. Wichtig ist aber vor allen Dingen, dass wir uns als Ausrichter gut verkaufen“, sagt der Coach.

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