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Fußball: PSV vor dem Heimdebüt in der Oberliga

Fußball : PSV vor dem Heimdebüt in der Oberliga

Der Aufsteiger bestreitet morgen um 15 Uhr das erste Oberliga-Spiel in Wesel. Gegner ist der TuS Bösinghoven.

Der Trainer hatte es bereits im Vorfeld prophezeit. Spieler und Fans setzten es am vergangenen Sonntag nach dem Spiel in die Tat um. Der 1:0-Auswärtserfolg des PSV Wesel zum Saisonauftakt in der Fußball-Oberliga beim SV Uedesheim wurde auf der Heimreise im neuen Fanbus ausgiebig gefeiert. "Es war eine lustige Rückfahrt. Wir haben das ein oder andere Bierchen getrunken, sind danach aber relativ schnell wieder auf den Boden zurückgekehrt", sagt Roger Rütter. Denn außer dem Ergebnis hatte der PSV-Coach dem Spiel seiner Mannschaft nicht allzu viel Positives abgewinnen können. "Wir haben keine gute Partie gezeigt. Mit dieser Leistung werden wir in der Liga nicht mehr viele Spiele gewinnen", meint Rütter vor dem morgigen Heimdebüt in der Oberliga gegen den TuS Bösinghoven.

Der PSV Wesel ließ in Uedesheim vieles von dem vermissen, was ihn in der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte. "Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Unser Passspiel war schlecht und wir haben uns nicht gut bewegt", meint Rütter, der das Spiel am Montag beim Training gemeinsam mit dem Team aufgearbeitet hat. "Wir haben mit viel Glück gewonnen. Trotzdem haben wir uns natürlich über die drei Punkte gefreut. Damit können wir etwas entspannter ins erste Heimspiel gehen", sagt der Coach.

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Dabei trifft der Neuling morgen auf eine Mannschaft, die er mittlerweile sehr gut kennt. Gegen den TuS Bösinghoven bestreitet der PSV in den fußballfreien Pausen schon seit einigen Jahren immer wieder Testspiele. Die letzten Pflichtspiele zwischen diesen beiden Vereinen gab es in der Landesliga-Saison 2010/2011. Damals gewann jeweils das Heimteam mit 3:2. "Wir haben ein gutes Verhältnis zu Bösinghoven. Die Mannschaft hat bei uns auch schon ein Trainingslager abgehalten. Am Sonntag sind wir aber Gegner. Es waren immer hochinteressante Partien zwischen den beiden Clubs", meint Rütter.

Der Coach sieht seinen PSV morgen allerdings als klaren Außenseiter an. Das hat vor allem mit der weiterhin stark angespannten personellen Situation des Aufsteigers zu tun. Er muss morgen in jedem Fall auf Sebastian Eisenstein, Stephan Sanders, Eray Tuncel (alle Urlaub) und Jari Ecker verzichten. Der Einsatz von Moritz Schiermeister und Christopher Abel ist zudem mehr als fraglich. Eine gute Nachricht gab's dafür gestern Morgen in der Personalie Marcel Dahm. Die Spielberechtigung für den Neuzugang ist eingetroffen.

"Er trainiert jetzt seit einer Woche mit und macht einen richtig guten Eindruck. Er kann uns sofort weiterhelfen", meint Roger Rütter, der morgen dennoch improvisieren muss. "Allein unsere gesamte rechte Seite fällt aus. Ich weiß noch nicht, wie wir das lösen." Sicher ist hingegen schon, dass Orkay Güclü aus der zweiten Mannschaft morgen zum Aufgebot zählen wird.

(RP)