Lokalsport: PSV verpasst zum Ende einen Heimsieg

Lokalsport : PSV verpasst zum Ende einen Heimsieg

Fußball-Landesligist kassiert in der letzten Partie der Saison in der Nachspielzeit gegen die U 23 von RW Oberhausen noch den Ausgleich zum 1:1. Nach Viktor Klejonkin, Dario Floris und Sebastian Eisenstein geht auch Marvin Grunwald.

Die Serie hat gehalten. Fußball-Landesligist PSV Wesel kassierte im Jahr 2017 keine Heimniederlage. Es hätte gestern sogar ein Saisonausklang mit dem neunten Erfolg nach der Winterpause werden können, doch die sich freiwillig aus der Landesliga verabschiedende zweite Mannschaft von Rot-Weiß Oberhausen entführte in der Nachspielzeit noch einen Zähler. Mit dem 1:1 (1:0) kamen die Weseler zu ihrem zweiten Unentschieden in dieser Spielzeit.

Vor der Partie hieß es auf der Anlage am Molkereiweg Abschied nehmen. Zu den bereits bekannten Abgängen Viktor Klejonkin, Dario Floris und Sebastian Eisenstein gesellt sich noch Marvin Grunwald. "Das ist von mir aus gegangen", sagte PSV-Trainer Björn Assfelder. Der 24-jährige Mittelfeldakteur sei in der Rückrunde immer als elfter Feldspieler hinten dran gewesen. "Er fährt jedes Mal von Dorsten aus hier hin und will einfach mehr Einsatzzeit haben", so der Weseler Coach. Für das scheidende Quartett gab es als Abschiedsgeschenk ein PSV-Trikot mit der Aufschrift "Danke".

Als Dank für die Unterstützung der Fans hatte sich der Gastgeber vorgenommen, eine ordentliche Partie abzuliefern. "Wir wollten die Saison nicht ausklingen lassen, sondern uns vernünftig verkaufen", sagte Assfelder. Doch die Begegnung plätscherte in der Anfangsphase so vor sich hin. Das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab, Torraumszenen blieben die absolute Mangelware. Die PSV-Defensive hatte die Oberhausener Offensivabteilung im Griff, selbst gerieten die Zuspiele in die Spitze allerdings zu ungenau.

So ergab sich für die Weseler maximal eine Halbchance durch Necati Güclü, dessen Versuch aus 20 Metern jedoch keine Gefahr brachte. Nach der Trinkpause in der 25. Minute wurde die Begegnung hitziger. "Bis dahin hatten wir auch einige Schwierigkeiten", sagte Assfelder. Dass es nicht 0:1 hieß, hatte der Gastgeber seinem Schlussmann Sebastian Kaiser zu verdanken, der nach einer Ecke einen Kopfball klärte (35.) und beim Schuss von Kevin-Dean Krystofiak noch die Fingerspitzen zur Rettung an den Ball bekam (40.).

Wie aus heiterem Himmel fiel die Führung der Weseler. Necati Güclü behauptete sich eher glücklich nach einem Pressschlag, enteilte der Oberhausener Abwehr und ließ Keeper Nurullah Can keine Chance (41.). Mit dem Pausenpfiff hätte der 25-Jährige für die Vorentscheidung sorgen können. Nach einem mustergültigen Zuspiel von Viktor Klejonkin scheiterte er aber am Torhüter.

In Durchgang zwei besaßen die Gäste ein Übergewicht, der PSV spielte seine Konterchancen nicht gut genug aus. Im Anschluss an einen Einwurf nahm Justin Walker den Ball direkt und traf in der Nachspielzeit zum Oberhausener Ausgleich. "Das war höchst überflüssig", sagte Assfelder. Danach feierte der PSV den Ausklang einer am Ende erfreulichen Saison.

(RP)