Fußball PSV träumt von einer Tribüne

Der PSV Wesel würde den Zuschauern nach dem Aufstieg in die Fußball-Landesliga bei seinen Heimspielen gerne mehr Komfort bieten. Doch ihm fehlt noch das Geld für den Bau einer Tribüne mit 300 Sitzplätzen.

Der PSV Wesel hat deutlich an Zugkraft gewonnen, seit er sich zur uneingeschränkten Nummer eins im Weseler Fußball aufgeschwungen hat. Das Interesse am äußerst gepflegten Kick, den die Mannschaft von Trainer Franz Raschid garantiert, dürfte noch steigen. Schließlich wird ab der kommenden Saison Landesliga-Fußball auf der Anlage am Molkereiweg geboten. Heimpartien gegen den FC Bocholt, TuB Bocholt, SuS Dinslaken 09 oder Hamborn 07 sollten einen guten Besuch garantieren.

Der PSV würde dem geneigten Publikum künftig gerne mehr Komfort auf der Anlage bieten, auf der es mitunter heftig zieht, wenn's windig ist. Der Verein träumt davon, eine Tribüne mit Sitzplätzen für gut 300 Zuschauern vor die Garagen neben dem Clubheim zu setzen. Genug Platz dafür wäre vorhanden. Das wurde beim Bau der Anlage extra berücksichtigt. Nur: Dem PSV fehlt das Geld, das etwa 50 000 Euro teure Projekt umzusetzen.

Grünes Licht von der Stadt

Vorsitzender Fritz Spaltmann weiß von den Begehrlichkeiten, die im Verein existieren. "Ich wäre auch der letzte, der sich gegen den Bau einer Tribüne wehren würde, wenn das Geld dafür zum Beispiel durch Sponsoren vorhanden wäre. Doch ich sehe im Moment keine Möglichkeit, das Projekt zu finanzieren. Und ich möchte mich nur mit Sachen beschäftigen, die für den Verein auch machbar sind", sagt der Clubchef. Sicher ist: Eine finanzielle Unterstützung der Stadt wird der Verein nicht erhalten. Allerdings hat die Verwaltung signalisiert, dass sie planungsrechtlich Grünes Licht dafür geben würde, den Zuschauern bei den Spielen ein Dach über den Kopf zu bauen.

Die Fußball-Abteilung hat derweil ein Modell entwickelt, wie es vielleicht doch möglich ist, den ehrgeizigen Plan in die Tat umzusetzen. Sie möchte den Bau über Jahreskarten finanzieren. Für 100 Euro – dazu kommt der normale Eintritt zu den Begegnungen – könnten sich Mitglieder und Fans für eine Spielzeit einen Sitzplatz auf der Tribüne sichern. "Ich glaube, dass es ein Interesse dafür gibt. Die erste Resonanz auf unsere Idee war jedenfalls gut", sagt Holger Spychalski, Leiter der Fußball-Abteilung.

"Mit dem Thema noch nicht durch"

Sie will in den nächsten Wochen weiter für das Projekt werben. "Denn wir als Fußball-Abteilung sind mit dem Thema Tribünen-Bau noch nicht durch. Wenn man nichts tut, wird sich in der Sache auch nichts bewegen", meint Spychalski. Klar ist für ihn, dass natürlich erst mit dem Bau begonnen werden kann, "wenn absehbar ist, dass der Verein dies finanziell auch schultern kann." Der Fall würde für Spychalski eintreffen, wenn 100 Interessenten eine Absichtserklärung, die Jahreskarte zu erwerben, unterzeichnet hätte. "Wir arbeiten weiter daran", sagt der Abteilungsleiter.

Anstoss

(RP)
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